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Ausstellungen - Archiv

2017

21. Mai 2017 bis 30. September 2017
"Brausepulver im Nachtgeschirr" – 100 Jahre Humor in deutschen Zeitschriften
Eine Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek

2016/2017

8. Dezember 2016 bis 23. Juli 2017
Sensation – Propaganda – Widerstand. 500 Jahre Flugblatt: von Luther bis heute
Ohne das Medium des Flugblatts hätten die reformatorischen Gedanken Martin Luthers niemals das Echo gefunden, das Luther zu einem der wichtigsten Protagonisten der Neuzeit gemacht hat. Das durch den Druck mit beweglichen Lettern möglich gewordene Massenmedium Flugblatt sorgte im 16. Jahrhundert für die Berichterstattung über aktuelle Themen und stellte eine bis dahin nicht gekannte Öffentlichkeit her. Die Ausstellung, die sich – ausgehend vom Lutherjahr 1517 – der Geschichte des Flugblatts bis in die heutige Zeit widmet, fragt nach der gesellschaftlichen Wirkmächtigkeit von Flugblättern und holt das Publikum dort ab, wo es heute steht: Auch die Zeit der digitalen Netze kennt den "Blätterwald". Die Ausstellung wurde mit dem Vortrag "Flugschrift im Flugschutt" von Uwe Warnke, Berlin, eröffnet. Musik: Eduard Funkner, Leipzig

13. November 2016 bis 7. Mai 2017
Leibnix – Das Universalgenie im Mosaik
Der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz ist bis heute nicht nur als Wissenschaftler und Philosoph präsent, er inspirierte auch zahlreiche Comiczeichner. Anlässlich seines 300. Todestages am 14. November 2016 steht Leibniz als Comic-Figur im Zentrum der Kabinettausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums – und mit ihm das älteste und auflagenstärkste deutsche Comic-Magazin "Mosaik". In der Serie "Gold und große Geister" hat Leibniz dort eine Fülle von Abenteuern im barocken Europa zu bestehen – gemeinsam mit Abrax, Brabax und Califax, die das "Mosaik" berühmt gemacht haben. Präsentiert werden Entwürfe, Originalzeichnungen und Mosaikhefte der Serie aus dem Verlagsarchiv.

Zur Ausstellung erscheint der Sonderband "Abenteuer Wissenschaft – Die Abrafaxe unterwegs mit Gottfried Wilhelm Leibniz" mit den Mosaik-Bildgeschichten und einem Essay des Leibniz-Kenners Georg Ruppelt.

2015/2016

27. Juni 2015 - 13. März 2016
"geschrieben – gesetzt"
Unter dem Titel "geschrieben – gesetzt" präsentiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek eine kleine Auswahl an Publikationen, die Jan Philipp Reemtsma finanziert, befördert, initiiert, betreut, herausgegeben oder verfasst hat.
Thema der Präsentation sind die Typografen und Buchgestalter, die den Texten durch die Typografie, den Satzspiegel, Buchumschlag und Einband ein unverwechselbares Gesicht gegeben und den Gedanken ein Kleid verpasst haben. Ihre Leistung ist zugleich ein vielgestaltiger Beitrag zur Buchästhetik in Deutschland zum Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts.
Der Mäzen, Wissenschaftler und Schriftsteller, der Herausgeber und Initiator von Textausgaben und Erinnerungsorten Jan Philipp Reemtsma erhält für die von ihm verantworteten großen Editionen den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 2015. Die mit Augenmaß für das Notwendige getroffenen Fördermaßnahmen Jan Philipp Reemtsmas entscheiden in vielen Fällen über Wohl und Wehe literarischer Editionen – und damit über das Weiterleben von Texten.

2014/2015

11. März - 18. Oktober 2015
Kafka im Künstlerbuch
Zu Lebzeiten noch wenig bekannt und nach 1933 in Deutschland auf der Liste der "unerwünschten" Autoren, gelangte das Werk von Franz Kafka (1883 - 1924) erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu Weltruhm. Die Texte des bedeutenden deutschsprachigen Schriftstellers sind heute so aktuell wie damals und werden vielfach literaturwissenschaftlich und bildkünstlerisch interpretiert.
Die Kabinettausstellung widmet sich Buchgestaltern, Illustratoren und Typografen, die sich mit den rätselhaften und skurrilen Texten des Prager Autors in Künstlerbüchern, Grafiken, Comics oder Schriftschöpfungen auseinandergesetzt haben. Im Mittelpunkt stehen die sieben Werke Kafkas, die er selbst zur Veröffentlichung freigegeben hatte: "Das Urteil", "Der Heizer", "Die Verwandlung", "In der Strafkolonie", "Ein Hungerkünstler" "Betrachtung", "Ein Landarzt".
Zugleich erinnert die Schau an Kafkas folgenreichen Besuch in Leipzig am 29. Juni 1912, als er erstmals die Verleger Ernst Rowohlt und Kurt Wolff trifft.

5. Juni - 4. Oktober 2015
"SchriftBild. Russische Avantgarde"
Die Ausstellung gibt einen Einblick in ein Jahrhundert-Experiment: Die gestalterische Revolution der russischen Avantgarde am Anfang des 20. Jahrhunderts, die in Typografie und Buchgestaltung bis heute stilprägend wirkt, überrascht immer noch durch eine unverwechselbare Modernität und "Unverbrauchtheit". In Plakat, Buch, Grafik und Malerei zeigt die Schau den experimentellen Umgang mit Sprache, Schrift und Bild, deren Synthese hergebrachte Gattungsgrenzen überwindet und eine neue Zeichenwelt schafft. Diese europäische Kultur setzt Maßstäbe und beeindruckt auch durch ihre handwerkliche Fantasie. Die Künstler, zu denen Vladimir Mayakovsky, Pavel Tretyakov, Natalia Gontcharova und andere zählen, erfinden visualisierte Poesie.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museums- und Ausstellungszentrum ROSIZO und renommierten russischen Museen wie dem Staatlichen Mayakovsky-Museum und der Russischen Staatsbibliothek, die zum Teil noch nie ausgestellte Arbeiten als Leihgaben zur Verfügung stellen. Zugleich ist sie ein Höhepunkt des vom Auswärtigen Amt initiierten "Jahres der deutsch-russischen Literatur".
Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen. Unter dem Titel "SchriftBild. Russische Avantgarde" zeigt das bilderreiche Taschenbuch-Kompendium alle in der Ausstellung gezeigten Arbeiten und enthält darüber hinaus drei wissenschaftliche Aufsätze. Großzügig finanziert hat ihn die Gesellschaft für das Buch e.V.. Gestaltet wurde der Band von Evgeny Korneev, einem der Stars der russischen Buchgestalterszene. Der Verkaufspreis beträgt 7 Euro. Der Band ist im Museumsfoyer und an der Info-Theke erhältlich: http://d-nb.info/107325514X

13. Dezember 2014 - 3. Mai 2015
"Kindheit und Jugend im Ersten Weltkrieg"
Mit enormer Brutalität setzte der "Große Krieg" eine Zäsur in der Weltgeschichte und ging als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" (George F. Kennan) in das gesellschaftliche Gedächtnis ein. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek reiht sich mit seiner Ausstellung in die zahlreichen kulturellen Aktivitäten ein, die nach 100 Jahren an diesen Zerstörungsakt erinnern. Im Fokus steht die junge Generation, die durch den Nationalismus und Militarismus im deutschen Kaiserreich geprägt war. Begleitet von propagierten Feindbildern, verordnetem Heldenmut und Vaterlandstreue brach der Krieg in das Leben der Kinder und jungen Erwachsenen ein, erschütterte ihre Vorstellungen vom Menschsein, hinterließ seelische und körperliche Verletzung oder forderte ihr Leben. Den Anstoß zu dieser Ausstellung gab das Projekt zur Erschließung der "Sammlung Erster Weltkrieg" der Deutschen Nationalbibliothek, die mit 50.000 Titeln zu den größten Kriegssammlungen in Deutschland gehört.
Gezeigt werden Exponate aus dem Bestand der Deutschen Nationalbibliothek einschließlich der Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums sowie Leihgaben von acht Museen und Privatsammlern. Ob Plakatanschläge zur Mobilmachung, Schulbank, Kriegsdiktate oder "Kriegs-Struwwelpeter", Kriegskochbuch, Militärpass, Feldpost, Todesanzeige, Leichenhemd oder erschütternde Bilder junger Künstler der Kriegszeit – die Ausstellung vereint Zeugnisse, die von der administrativen und anonymen Seite des Krieges erzählen, ihm aber auch ein "persönliches Gesicht" geben. Die Exponate verweisen auf die verschiedenen Haltungen von der anfänglichen Kriegsbegeisterung und angeblichen Kriegsfreiwilligkeit großer Teile der Jugend über den Heldenmut und die Siegesgewissheiten bis zum Entsetzen über erlebte Kriegsgräuel und den kritischen Stimmen gegen den Krieg. Ein Medienangebot mit Kriegsliedern, Filmsequenzen und Audiobeiträgen sowie eine kleine Aktionszone laden besonders auch Jugendliche zur Beschäftigung und zum Nachdenken über das Thema "Krieg" ein.

2013/2014

8. Oktober 2013 - 31. Mai 2014
„…mehr vorwärts als rückwärts schauen…“ : Das deutschsprachige Exil in Brasilien 1933–1945.
Die vom Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945 in Zusammenarbeit mit Marlen Eckl erarbeitete Ausstellung präsentierte anhand von über 170 zum Teil noch nicht öffentlich gezeigten Objekten, Dokumenten sowie Bild- und Tondokumenten den Werdegang der Flüchtlinge des Nationalsozialismus, vor allem ihre Integration in die brasilianische Gesellschaft. Sie beleuchtete die von Flüchtlingen gegründeten jüdischen Gemeinden, die politischen Aktivitäten der Exilanten und den Aufbau von Siedlungsprojekten wie Rolândia und Terra Nova ebenso wie die Aktivitäten der NSDAP-AO in Brasilien. Ausgehend von den politischen und historischen Kontexten in Brasilien und Deutschland der 1930er und 1940er Jahre wurde das Wirken der Flüchtlinge in Kultur, in der Wissenschaft und der Wirtschaft des Landes veranschaulicht wie auch der wechselseitige Kulturaustausch mit brasilianischen Intellektuellen und Künstlern. Dabei standen das kulturelle Schaffen und der Einfluss der Exilanten in Brasilien sowie deren Funktion als Brückenbauer zwischen den Kulturen im Mittelpunkt der Ausstellung. Als Veranstaltung des Deutschlandjahres in Brasilien 2013/2014 wird die Ausstellung auch in der brasilianischen Nationalbibliothek in Rio de Janeiro und in weiteren Städten Brasiliens zu sehen sein.

12. März 2013 - 5. Januar 2014
"Anschlag. Plakate zur Mediengeschichte"
Eine Wechselausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums

2012/2013

7. November 2012 - 19. Januar 2013
"So wurde Ihnen die Flucht zur Heimat" Soma Morgenstern und Joseph Roth. Eine Freundschaft
Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Kuratiert von Victoria Lunzer-Talos und Heinz Lunzer. Unterstützt von Stiftung Flughafen Frankfurt/Main und Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.
Der Starjournalist der Frankfurter Zeitung, Joseph Roth und deren Wiener Korrespondent, Soma Morgenstern, stehen im Mittelpunkt der Ausstellung, die das Leben der beiden sowie ihr Verhältnis zueinander beleuchtet. Beide mussten ihre Heimat Galizien verlassen, arbeiteten für die Frankfurter Zeitung und flohen vor den Nationalsozialisten. In Paris teilten sie die Strapazen des Exils bis zum Tode Joseph Roths 1939. Soma Morgenstern rettete sich nach Amerika.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im Weidle Verlag.

2012

30. August - 20. Oktober 2012
"Fremd bin ich den Menschen dort" – Ein Blick in die Sammlungen des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945 und des Deutschen Literaturarchivs Marbach
Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Deutschen Nationalbibliothek zeigt das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 die Ausstellung "Fremd bin ich den Menschen dort". Anhand von Exponaten aus der Sammlung des Exilarchivs, darunter bislang noch nicht gezeigte Objekte und Dokumente sowie Bild-, Ton- und Filmaufnahmen, ermöglicht die Ausstellung einen Einblick in 16 unterschiedliche Biografien.
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Herta Müller.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach ist Kooperationspartner.
Vortrag zur Finissage der Ausstellung von Guy Stern.

10. - 20. Oktober
"Für Burgel Zeeh, das Glück des Hauses"
2012 wäre Burgel Zeeh 75 Jahre alt geworden. Ihre Rolle im Literaturbetrieb, ab 1967 als "rechte Hand" Siegfried Unselds, begleiten die Autoren der Bundesrepublik dankbar in Briefen und Widmungen. Die Deutsche Nationalbibliothek und die Goethe-Universität gratulieren mit einer Auswahl aus dem Nachlass. Kuratiert wurde die Ausstellung von Wolfgang Schopf.
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main

2011

25. Juni - 29. Oktober 2011
"Totentänze mit Hirsch" - Ausstellung mit Arbeiten von Karl-Georg Hirsch im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
Anlässlich der Verleihung des Gutenberg-Preises der Stadt Leipzig 2011 an den Grafiker und Buchillustrator Karl-Georg Hirsch in der Deutschen Nationalbibliothek zeigt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum vom 25. Juni bis 29. Oktober 2011 einen Ausschnitt aus dem buchgrafischen Werk des Leipziger Künstlers.

2010

17. September - 23. Dezember 2010
"... ein sehr lebhaftes Vielerlei" - Der Theatermann und Schriftsteller Rudolf Frank
Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Die Ausstellung präsentiert den Schauspieler und Regisseur, Theaterkritiker und -leiter, Schriftsteller, Hörspiel- und Drehbuchautor, Herausgeber und Übersetzer Rudolf Frank in seiner Zeit (1886 - 1979). Dokumentiert werden sein facettenreiches Wirken als Schriftsteller und Theatermann in der Zeit der Weimarer Republik, seine Ausgrenzung als Jude nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, seine Emigration aus Deutschland, sein Exil in Österreich und der Schweiz, seine Tätigkeit als Übersetzer, die Neu- und Erstveröffentlichung seiner Bücher nach 1945. Im Mittelpunkt steht Franks 1931 verfasster Antikriegsroman "Der Schädel des Negerhäuptlings Makaua".
Eine Ausstellung von Wilfried Weinke in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

13. August - 4. September 2010
"Tende Strömfeld Simonetta - 40 Jahre Stroemfeld Verlag"
Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Der in Frankfurt am Main gegründete, heute dort und in Basel beheimatete Stroemfeld Verlag feiert in diesem Jahr seinen vierzigsten Geburtstag. Die Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek dokumentiert die wechselvolle Geschichte dieses Verlags, die eng mit der Zeitgeschichte verwoben ist. Neben 500 Büchern aus dem Verlagsprogramm der vergangenen 40 Jahre beleuchten Briefe, Dokumente und andere Ausstellungsobjekte die Geschichte eines außergewöhnlichen Verlages.

26. März bis 28. Juli 2010
Rudolf Olden. Journalist gegen Hitler - Anwalt der Republik
Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main
Mit der vom Deutschen Exilarchiv 1933 - 1945 kuratierten Ausstellung erinnert die Deutsche Nationalbibliothek an einen deutschen Liberalen, der als Journalist schon früh vor Hitler warnte und als Jurist in der Weimarer Republik für Demokratie eintrat.

Letzte Änderung: 24.07.2017

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