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Die Welt in Leipzig. Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik – Bugra 1914

Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig vom 12. März bis 24. August 2014

Pressemitteilung vom: 5. März 2014

2014 jährt sich die Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik (Bugra) in Leipzig zum 100. Mal. Das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek widmet dieser ersten und letzten Weltausstellung des Buches pünktlich zur Leipziger Buchmesse eine Schau, die den Besucher auf eine abwechslungsreiche historische Spurensuche mitnimmt. Ob es der Nachbau eines chinesischen Gelehrtenhauses mit Grillenkäfig und Wasserpfeifen ist, die dem Gelehrten als Inspirationsquelle dienten, oder die neuesten technischen Verfahren zur massenhaften Druckproduktion, ob es die pfiffigen Werbestrategien der Weltaustellung oder die zahlreichen Schmauchspuren sind, die zwei Weltkriege auf den historischen Objekten hinterlassen haben: Wie in einem Brennglas erzählt die Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums den Vorabend des Ersten Weltkrieges einmal ganz anders. Ein historischer Lageplan mit gekoppelter Diaschau von alten Ansichten der Bugra lädt die Besucher zu einer eigenen Spurensuche ein.

Die Bugra stand in der Tradition der großen Ausstellungen des 19. Jahrhunderts und veranschaulichte die komplexen technischen und kulturellen Aspekte rund um die Themen Schrift, Druck und Buch für ein großes Publikum. Mit 400.000 qm Ausstellungsfläche, auf denen 22 Nationen ihre Produkte präsentierten, lockte die Bugra mehr als 2,3 Millionen Menschen aus dem In- und Ausland nach Leipzig. Neben den Nationenpavillons, in denen sich die teilnehmenden Staaten vorstellten, zogen die "Halle der Kultur" und zahlreiche Fach- und Firmenausstellungen das Publikum an. Ein großer Vergnügungspark mit Wasserrutsche, Panoramabahn und Tanagra-Theater sorgte für Abwechslung und Unterhaltung. Aber auch der Börsenverein der Deutschen Buchhändler zu Leipzig und die Akademie, die Schule, die Frau, der Kaufmann, die Deutschen Kolonien, die Fachpresse, die Weltsprache Esperanto, die Reklamemarke und die Wandervogelbewegung hatten ihre Themenhäuser auf der Bugra.

Die New York Times feierte die Bugra im Juli 1914 in einem reich bebilderten Beitrag unter dem Titel "Sixteen nations unite to tell the story of books" vollmundig als erste Weltausstellung dieser Art "seit Beginn der menschlichen Zivilisation“. Die Hoffnung der Veranstalter aber, dass „nicht Pulver und Blei, sondern Lettern und Druckerschwärze" die internationalen Beziehungen prägen und dass die Bugra einen Beitrag zum friedlichen Wettstreit der Nationen leisten möge, wurde durch den Kriegsausbruch im Sommer 1914 jäh zerstört.

Begleitend zur Ausstellung geben Ernst Fischer und Stephanie Jacobs für die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst ein reich bebildertes Lesebuch heraus, das die Leipziger Weltausstellung erstmals insgesamt in den Blick nimmt. Als Reiseführer über die Bugra konzipiert greift die 800 Seiten umfassende Publikation im Format die Bücher des auch auf der Bugra vertretenen Baedeker-Verlages auf. Bestellt werden kann das Buch über info@maximilian-gesellschaft.de.

Die Welt in Leipzig. Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik – Bugra 1914

Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
12. März bis 24. August 2014
Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr, Donnerstag 10 - 20 Uhr, Feiertage (außer montags) 10 - 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung: 11. März um 19 Uhr
Begrüßung: Michael Fernau, Direktor der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig
Grußworte: Prof. Dr. Sabine von Schorlemer, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dresden | Michael Faber, Bürgermeister für Kultur der Stadt Leipzig
Einführung: Dr. Stephanie Jacobs, Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums
Buchpräsentation: Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Stellvertretender Vorsitzender der Maximilian-Gesellschaft
Rahmenprogramm: Stilbruch

Führungen durch die Ausstellung: 16. März 2014 um 12 Uhr; 4. Mai 2014 um 11 Uhr

Ansprechpartnerin

Pressesprecher

Bildmaterial für die Veröffentlichung

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