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Veranstaltungen und Ausstellungen in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig zur Leipziger Buchmesse 2017

Pressemitteilung vom: 16. März 2017

Die Deutsche Nationalbibliothek ist auch in diesem Jahr mit einem eigenen Messestand auf der Leipziger Buchmesse in Halle 5 am Stand H 513 vertreten. Im Rahmen von "Leipzig liest" finden in der Deutschen Nationalbibliothek am Deutschen Platz Lesungen und Sonderführungen statt. Eine vollständige Programmübersicht steht bereit.

"Johannes Bobrowski und Litauen" // Podiumsgespräch zum Leipziger Buchmesseschwerpunkt mit Helmut Böttiger, Andreas Degen, Cornelius Hell, Laurynas Katkus und Ingo Schulze // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 23. März 2017, 18:30 Uhr

Literarisch Zeugnis abzulegen von der untergegangenen Kultur seiner Heimat und von den Ursachen ihrer Zerstörung – das verstand Johannes Bobrowski als seinen Auftrag. Der große deutsche Lyriker und moderne Erzähler wurde 1917 im ostpreußischen Tilsit geboren, er wuchs in Königsberg auf, kämpfte als deutscher Soldat im östlichen Europa und lebte später als Verlagslektor in Ost-Berlin.

Zu seinem 100. Geburtstag sprechen ausgewiesene Kenner Bobrowskis über ihn und sein Schreiben: über seine Bedeutung für die deutsche und die litauische Literatur, über ihre persönlichen Begegnungen mit diesem schwierigen Werk und über dessen Aktualität mehr als fünfzig Jahre nach dem frühen Tod des Autors.

In Kooperation mit dem Lithuanian Culture Institute im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt frei. Sitzungszimmer, Einlass ab 18 Uhr

Deutscher Buchpreis 2016 // Bodo Kirchhoff "Widerfahrnis" // Lesung und Gespräch. Moderation: Dr. Joachim Unseld // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Donnerstag, 23. März 2017, 20 Uhr

"Bodo Kirchhoff erzählt vom unerhörten Aufbruch zweier Menschen, die kein Ziel, nur eine Richtung haben – den Süden. (…) Als sie eine junge Streunerin auflesen, begegnen sie den elementaren Themen ihrer Vergangenheit wieder: Verlust, Elternschaft, radikaler Neuanfang. Kirchhoffs 'Widerfahrnis' ist ein vielschichtiger Text, der auf meisterhafte Weise existentielle Fragen des Privaten und des Politischen miteinander verwebt und den Leser ins Offene entlässt", so begründete die Jury für den Deutschen Buchpreis 2016 ihre Wahl.

In Kooperation mit der Frankfurter Verlagsanstalt im Rahmen von "Leipzig liest"
Eintritt: EUR 5,00 / EUR 4,00 (ermäßigt). Großer Lesesaal, Einlass ab 19:30 Uhr. Kartenbestellung unter veranstaltungen@dnb.de oder Tel. 0341 2271-286; Abendkasse

Helga Schütz "Die Kirschendiebin" // Lesung und Gespräch. Moderation: Angela Drescher // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 24. März 2017, 18 Uhr

Thomas Falkenhein erinnert sich an seine heimliche Studentenliebe in den 1960er-Jahren, die abrupt endete, als Mela, seine "Kirschendiebin", mit ihrer Familie in den Westen fliehen musste. Jahre später begegnen sie sich wieder. Eine leichte Melancholie liegt über dieser Geschichte, die von einem Abschiednehmen in den Zeiten der Teilung erzählt, den Wendungen des Schicksals und von der einzigen großen Liebe, für die es nie zu spät ist. Helga Schütz lebt als freie Autorin in Potsdam und schrieb Drehbücher und Szenarien für Spiel- und Dokumentarfilme. Zuletzt erschienen die Romane "Grenze zum gestrigen Tag", "Knietief im Paradies" und "Sepia". In Kooperation mit dem Aufbau Verlag im Rahmen von "Leipzig liest"

Eintritt frei. Vortragsraum, Einlass ab 17:30 Uhr

Benedict Wells "Vom Ende der Einsamkeit" // Lesung und Gespräch. Moderation: Andrea Reidt // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Freitag, 24. März 2017, 19:30 Uhr

Der Roman "Vom Ende der Einsamkeit" (Diogenes Verlag) erzählt die Geschichte dreier behütet aufwachsender Geschwister, die durch den Unfalltod der Eltern entwurzelt werden und fortan mehr oder weniger getrennt im Internat leben müssen. Ihre anfängliche Traumatisierung geht in Lebensbewältigung über, mündet in einem starken Zusammenhalt und einem gemeinsamen Lebensmodell mit ihren Kindern. Wells erhielt für den berührend erzählten Roman den Buchpreis Familienroman 2016 der Stiftung Ravensburger Verlag. In Kooperation mit der Stiftung Ravensburger Verlag im Rahmen von „"Leipzig liest"

Eintritt frei. Einlass ab 19 Uhr, Großer Lesesaal.
Reservierungen unter veranstaltungen@dnb.de oder Tel. 0341 2271-286

Hintergrund

Die Deutsche Nationalbibliothek sammelt alle deutschen und deutschsprachigen Publikationen in Wort und Ton ab 1913, dokumentiert und archiviert sie und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Ihre Dienstleistungen bietet sie an den beiden Standorten in Leipzig und Frankfurt am Main und in digitaler Form global an. Mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 und dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum verfügt die Deutsche Nationalbibliothek darüber hinaus über wertvolle und reichhaltige Sondersammlungen. Durch Lesungen, Ausstellungen, Vorträge und Konzerte macht sie regelmäßig auf ihre Schätze aufmerksam und fördert Buchkultur, Lesekultur und Musikkultur – mit mehr als 30 Millionen Medieneinheiten, jährlich rund 220.000 Besuchern an den beiden Standorten und mit einem bunten und hochkarätigen Veranstaltungsprogramm.

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