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Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 // In Erarbeitung

Zertifikat für den 15-jährigen Ernst Loewy zur Einwanderung nach Palästina, 1936

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 flohen aus dem deutschsprachigen Raum etwa eine halbe Million Menschen vor Entrechtung, Ausgrenzung und Verfolgung. Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek ist mit seiner Sammlung von Exilpublikationen und persönlichen Nachlässen sowie Beständen institutioneller Provenienz ein Ort des Sicherns und Bewahrens von Werken und Zeugnissen dieser Zeit.

Nach zahlreichen Wechselausstellungen und der virtuell weltweit zugänglichen Ausstellung Künste im Exil entsteht nun mit einem neu gestalteten Dauerausstellungsbereich ein Ort, an dem das Thema permanent präsent sein wird und vermittelt werden kann.

Die Ausstellung wird sich in mehreren thematischen Kapiteln dem Exil 1933 bis 1945 in seiner ganzen Bandbreite widmen. Zugleich versteht sie sich als ein Plädoyer für den Blick auf Details und für Multiperspektivität in der Darstellung von Geschichte. So können die Besucherinnen und Besucher auch Wege mit biographischem Schwerpunkt durch die Ausstellung wählen. Je nach Fluchtzeitpunkt, Aufnahmeland und individueller Situation verliefen die Wege ins Exil und damit zusammenhängende Erfahrungen ganz unterschiedlich. Ein weiterer Aspekt der Ausstellung wird die Bedeutung des Archivs als Ort des Sammelns, Ordnens und Zugänglichmachens von Historie beleuchten.

Im Zeitalter globaler Fluchtbewegungen wird die Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 mit einem erweiterten Exilbegriff arbeiten und Anknüpfungspunkte auch für gegenwärtige Fragen bieten.

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