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Zeichen als Waffen. Zum Beispiel das Emblem der "Rote Armee Fraktion" // Wechselausstellung im Deutschen Buch- und Schriftmuseum // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // 22. Juni 2018 bis 6. Januar 2019

Terrorgruppen nutzen Zeichen, Texte und Bilder als Waffen. Um politische Handlungen zu erzwingen, setzen sie auf die Macht der Medien wie auf Sprengstoff und automatische Gewehre. Wie werden aus grafischen Zeichen Gewaltakte? Dieser Frage geht das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig in seiner Ausstellung „Zeichen als Waffen“ nach. Die Schau versucht, das Emblem der Roten Armee Fraktion (RAF) aus Stern, Maschinenpistole und den Buchstaben RAF zu historisieren und zu dekonstruieren.

Das Emblem erscheint zuerst im Mai 1971 auf dem Titel von "Das Konzept Stadtguerilla". Im Herbst 1977 ist es auf den Fotos des entführten Hanns Martin Schleyer zu sehen. Das Schreiben, mit dem im April 1998 die Rote Armee Fraktion ihr Ende besiegelt, wird nicht von Unterschriften beglaubigt, sondern vom Emblem der Gruppe.

Heute ist diese grafische Hinterlassenschaft der RAF, deren Geschichte nicht selten unkritisch fortgeschrieben wird, längst zur Pop-Ikone geworden.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Sie wurde kuratiert von Günter Karl Bose, Felix Holler, Jaroslaw Kubiak und Daniel Wittner.

Begleitet wird die Ausstellung von dem Buch "Name, Waffe, Stern. Das Emblem der Roten Armee Fraktion". Es ist im Institut für Buchkunst Leipzig erschienen. Die Autoren sind Felix Holler, Jaroslaw Kubiak und Daniel Wittner

Information und Kontakt

Öffnungszeiten:

Am 12. Dezember findet die letzte Kuratorenführung durch die Ausstellung statt.

Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-20 Uhr, Feiertage 10-18 Uhr
Eintritt frei

Weitere Informationen

Pressemitteilung „Zeichen als Waffen. Zum Beispiel das Emblem der Roten Armee Fraktion“

Kontakt

Letzte Änderung: 28.11.2018

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