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Buntpapiere

In der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg lag der papiergeschichtliche Sammlungsschwerpunkt des Deutschen Buch- und Schriftmuseums auf dem Gebiet der Buntpapiere. Die damals zeitgenössische Buchgestaltung legte besonderen Wert auf schön gestaltete Einbände (Vorsatzpapiere, Einbandbezugspapiere) und entwickelte deshalb großes Interesse an historischen und aktuellen Buntpapieren. 1901 erwarb das Deutsche Buch- und Schriftmuseum die Sammlung Seegers, die Privatsammlung des Zahntechnikers Ernst Seegers aus Hannover. Die Sammlung bietet in rund 11.500 Mustern einen umfassenden Überblick über die europäische Buntpapiermacherei vom 17. bis zum 19. Jahrhundert besonders in Deutschland, Frankreich und Italien. Sie enthält die wesentlichen Buntpapiersorten aus der handwerklichen und industriellen Produktion: Brokat-, Bronzefirnis-, Kattun-, Kleister- und Marmorpapiere sowie eine Vielzahl gedruckter und geprägter Fantasiepapiere.
Diese Sammlung wird ergänzt durch die Sammlung Bartsch, die der Wiener Hofrat Franz Bartsch dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum 1911 überließ. Ergänzend zu den bereits in der Sammlung Seegers vertretenen Buntpapieren enthält sie in breitem Umfang Künstlerbuntpapiere aus der Zeit von 1890 bis 1910, lithografische Vorsatzpapiere sowie japanische und chinesische Papiere und Buntpapiere.

Im Bestand enthalten sind außerdem die Sammlungen des Deutschen Buchgewerbevereins, des Deutschen Papiermuseums, der Fachbibliothek des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig sowie die Sammlung Grünebaum.

In Verbindung mit der in der Fachbibliothek des Museums vertretenen Fachliteratur geben diese Sammlungen einen breiten Überblick über das Werk vieler Buntpapiermacher und Buntpapierfabriken.

Schmidt, Frieder: Buntpapier in den Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums urn:nbn:de:101-20121008110

Letzte Änderung: 12.2.2013

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