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Riesaufdrucke und Rieseinschlag

Solange Papier von Hand geschöpft wurde, versah man das in Ries (480 Bogen Schreibpapier bzw. 500 Bogen Druckpapier) abgepackte Erzeugnis mit einem Aufdruck, der über die Sorte und die Herkunft des Papiers Auskunft gab.

So selten diese Riesaufdrucke erhalten geblieben sind, so interessant sind die dabei übermittelten Informationen. Manchmal benutzten Behörden den Riesaufdruck, um sich darauf den Empfang der Kaufsumme quittieren zu lassen. Riesaufdrucke können deshalb Zusammenhänge zwischen Produktionsort, Papiermühle, Papiermacher, Sortenbezeichnung, Wasserzeichenmotiv, Lieferzeitpunkt, Empfänger und Preis belegen. Moderne Rieseinschlagpapiere, in denen heute auf Format geschnittene Papiere von Herstellern und Großhändlern ausgeliefert werden, stehen in dieser Tradition.

Die Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums enthalten etwa 150 originale Riesaufdrucke sowie Nachdrucke und Reproduktionen.

Letzte Änderung: 17.11.2011

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