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Überblick

Das Buch hat wie kein anderes Medium unsere Kultur und Zivilisation geprägt: Seit Jahrhunderten wird unser Wissen über die Welt und über den Menschen in Büchern gespeichert, tradiert und fortgeschrieben. Die Sammlung, Ausstellung und wissenschaftliche Bearbeitung buch- und mediengeschichtlicher Zeugnisse ist die Aufgabe des Deutschen Buch- und Schriftmuseums. 1884 als Deutsches Buchgewerbemuseum in Leipzig gegründet und nach dem kriegsbedingten Verlust von Teilbeständen und Gebäude 1950 in die Deutsche Bücherei integriert, gilt es als das weltweit älteste und nach Umfang und Qualität der Bestände als eines der bedeutendsten Museen auf dem Gebiet der Buchkultur.

Im Fokus der heutigen Arbeit steht das Buch mit seinen zahllosen Gesichtern: als geniale Formfindung und als Produkt wirtschaftlicher und technischer Prozesse, als gesellschaftliche Ikone und wichtigster Kulturträger, ebenso das Buch als Kunstwerk und als zensierter und verbrannter Ideenspeicher. Es in der Summe seiner Funktionen - auch nach dem Übergang ins Zeitalter der digitalen Netzwelt - in den Blick zu nehmen, ist das Anliegen des Museums, das zum einen die Funktion einer wissenschaftlichen Dokumentationsstätte für Buchkultur und Mediengeschichte wahrnimmt und zum anderen mit seinen Ausstellungen und museumspädagogischen Programmen als ein lebendiger Ort kultureller Bildung und Vermittlung einlädt.

Im 4. Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig hat für das Deutsche Buch- und Schriftmuseum eine neue Ära begonnen. Klimatisierte Depots, erweiterte Arbeitsflächen und großzügige öffentliche Bereiche bieten optimale Bedingungen für die Langzeitbewahrung und Nutzung des Bestandes. In einem modernen Lesesaal werden die Fachbibliothek und der museale Fundus von mehr als einer Million Objekte für Forschung, Studium und Praxis bereitgestellt. Eine kleine Auswahl besonderer Sammlungsstücke von der mittelalterlichen Handschrift über den frühen Bibeldruck bis zum Unikat-Künstlerbuch hält der neue Schautresor bereit. Im Museumskabinett hat vor allem die junge Generation von 6 bis 16 Jahren Gelegenheit zum spielerischen Lernen rund um Schrift, Buch und Papier.
Als Schaufenster der Deutschen Nationalbibliothek bietet die neue Dauerausstellung des Museums Einblick in 5000 Jahre Mediengeschichte der Menschheit. Unter dem Titel „Zeichen – Bücher – Netze: Von der Keilschrift zum Binärcode“ wird der Bogen von der Entstehung der frühen Schriftsysteme über den Buchdruck mit beweglichen Lettern bis zur digitalen Netzwelt gespannt und augenzwinkernd Ausblick in die Zukunft der Informationsgesellschaft gegeben. Ergänzend zur Dauerausstellung bietet die Virtuelle Ausstellung pointiert erzählte Geschichten, Bilder, Filme und Audiobeiträge zu 5.000 Jahre Menschheits- und Mediengeschichte.


Letzte Änderung: 14.8.2013

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