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Nachrichten aus den Exilsammlungen

Werner Berthold (1921–2017) – In memoriam

Am 29. März 2017 ist Werner Berthold in Frankfurt am Main verstorben. Herr Berthold leitete von 1959 bis 1984 das heutige Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek. Mit Ausstellungen und Veröffentlichungen und durch seine Mitarbeit in Fachgremien gab er der Exilforschung wichtige Impulse zur Erforschung des deutschsprachigen Exils in der Bundesrepublik Deutschland.

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Dora Schindel // 100. Geburtstag am 16. November 2015 // Herzlichen Glückwunsch

Die aus München stammende Dora Schindel ist seit vielen Jahren mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek eng verbunden. Als Zeitzeugin, als Bestandsbildnerin und nicht zuletzt als hochgeschätzte Freundin. Dora Schindel organisierte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gemeinsam mit dem Wissenschaftler und Politiker Hermann M. Görgen die Ausreise von 48 gefährdeten Personen nach Brasilien. Zur "Gruppe Görgen" gehörten unter anderem die Romanistin Susanne Bach, der Schriftsteller Ulrich Becher, der Biologe Alfred Goldschmidt, der Publizist Walter Kreiser und der Musiker Georg Wassermann. Bis 1955 blieb Dora Schindel in Brasilien. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde der interkulturelle Dialog zwischen beiden Ländern ihre Lebensaufgabe. Bis heute ist Dora Schindel Ehrenmitglied des Präsidiums der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft und des Lateinamerika-Zentrums.

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Rolf Kralovitz (1925 - 2015) —In memoriam

Wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag ist Rolf Kralovitz am 21. Juni 2015 in Köln gestorben. Ende vergangenen Jahres hatte er dem Deutschen Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek weitere Unterlagen für die bereits eingerichteten Bestände zu Walter Meckauer, Brigitte Kralovitz-Meckauer und zu seiner Person anvertraut.

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Buddy Elias – In memoriam

Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias ist am 16. März 2015 im Alter von 89 Jahren in Basel gestorben. Der aus Film- und Fernsehproduktionen bekannte Schauspieler wurde 1925 in Frankfurt am Main geboren. 1931 emigrierte er mit seiner Familie in die Schweiz.

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Künste im Exil - virtuelle Ausstellung und Netzwerk

Es gibt vielfältige Gründe, sein Land zu verlassen, und diese lassen sich nicht allein auf politische Verfolgung beschränken. So vielfältig wie die Gründe sind auch die Auswirkungen des Exils auf die Künstler und Künste. Diesen Auswirkungen widmet sich die virtuelle Ausstellung "Künste im Exil". Ihr Anliegen ist es, das Exil von Künstlern in seiner ganzen Vielschichtigkeit zu zeigen und in der gegenwärtigen Erinnerungskultur zu verankern.

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Brigitte Kralovitz-Meckauer (1925–2014) – In memoriam

"Mit 5 lebte ich mit meinen Eltern in Deutschland, mit 10 Jahren in Italien, mit 15 in Frankreich, mit 20 in der Schweiz, mit 25 in den USA, mit 30 wieder in Deutschland. Seitdem war ich, zusammen mit meinem Mann, den ich in New York geheiratet habe, erst in München und bin nun seit Jahrzehnten in Köln, wo wir ein neues Zuhause gefunden haben. Niemand, sofern er uns nicht näher kennt, sieht uns unsere bewegte Vergangenheit an", schrieb Brigitte Kralovitz-Meckauer im Vorwort zu ihren Lebenserinnerungen "Summary of my life". (Foto: © Photo-PINI-Optik, München)

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Ludwig Werner Kahn - zum 100. Geburtstag

Ludwig Werner Kahn wurde am 18.10.1910 in Berlin geboren. Nach dem Besuch des Fichte-Gymnasiums in Berlin studierte Kahn Germanistik, Anglistik, Romanistik und Philosophie in Berlin, London, Paris und Bern, wo er 1934 mit der Arbeit Shakespeares Sonette in Deutschland promoviert wurde.

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Verleihung der Goethe-Medaille und der Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Exilforschung e.V. an Professor John M. Spalek

Seit nahezu vierzig Jahren engagiert sich Prof. Dr. John M. Spalek führend in der Erforschung des deutschsprachigen Exils in den USA. Bereits seit den frühen 1970er Jahren ist er dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek eng verbunden. Spalek hat bisher 89 Nachlässe und Teilnachlässe emigrierter Wissenschaftler, Publizisten, Schriftsteller und Künstler in den USA in das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 gebracht.

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"Nestor der deutschen Finanzwissenschaft" - Fritz Neumark zum 110. Geburtstag

Fritz Neumark, der als der "Nestor der deutschen Finanzwissenschaft" (FAZ vom 13.3.1991) und als der "einflussreichste deutsche Finanzwissenschaftler der Nachkriegszeit" gilt (FAZ vom 19.7.1990), wurde vor 110 Jahren, am 20. Juli 1900, in Hannover geboren. Nach dem Studium der Nationalökonomie, das er unter dem Einfluss des Wirtschaftswissenschaftlers und Sozialpolitikers Gerhard Kessler an der Universität Jena aufgenommen hatte, wurde Neumark 1921 in Jena mit der Arbeit "Begriff und Wesen der Inflation" promoviert.

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Büchergeschenk für die Deutsche Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek erhielt für Ihre Exilsammlungen ein großzügiges Büchergeschenk des privaten Sammlers Rüdiger Harms aus Bochum.
Insgesamt wurden 40 verschiedene Übersetzungen aus der Zeit bis 1950 in die Sammlungen aufgenommen.
Viele der Titel sind mit den seltenen Originalumschlägen versehen und ergänzen die vorhandenen Bestände in Frankfurt und Leipzig in hervorragender Weise.

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"Als Gefangene bei Stalin und Hitler" - Margarete Buber-Neumann zum 20. Todestag

Margarete Buber-Neumann wurde am 21. Oktober 1901 als Margarete Thüring in Potsdam geboren. Sie stammte aus einem bürgerlich-protestantischen Elternhaus. Nach Abschluss des Lyzeums begann sie 1919 eine Ausbildung zur Hortnerin am "Pestalozzi-Fröbel-Haus" in Berlin, während der sie auch ein Praktikum auf dem von Karl Wilker geleiteten "Lindenhof" absolvierte. Nach eigenen Aussagen war es neben anderen Erfahrungen auch diese Tätigkeit, die Margarete Buber-Neumanns Hinwendung zum Sozialismus und später zum Kommunismus vorbereitete.

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Begründer der Futurologie - Ossip K. Flechtheim zum 100. Geburtstag

Zu den bedeutendsten persönlichen Nachlässen, die das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek im letzten Jahrzehnt erwerben konnte, zählt der Nachlass des Politologen Ossip K. Flechtheim. Flechtheim, der den Begriff der "Futurologie" geprägt hat, gilt als Begründer einer humanistisch-demokratischen Zukunftsforschung, die er als Gegengewicht zu einer technokratischen Entwicklung begriff.

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Zum Tod der Lyrikerin Emma Kann

Am 19. Januar 2009 ist die Lyrikerin Emma Kann im Alter von 94 Jahren in Konstanz gestorben.

Die am 25. Mai 1914 in Frankfurt am Main geborene und dort aufgewachsene Emma Kann emigrierte nach ihrem Abitur 1933 nach England, wo sie in Brighton und London lebte. 1936 verließ sie England, um zunächst nach Antwerpen zu gehen, wo sie Beschäftigung gefunden hatte. "Als ich an Weihnachten 1936 meine Mutter in Frankfurt besuchen wollte, wurde mir trotz eines gültigen Reisepasses die Einreise an der deutsch-belgischen Grenze verweigert. Der Beamte zeigte mir meinen Namen auf der Liste, nach der er sich richten mußte. 1937 wurde dann mein deutscher Paß nicht mehr erneuert. [...] Ich musste also fliehen, bevor die deutsche Armee nach Antwerpen kam". (Emma Kann: "Meine Erinnerungen an das Lager Gurs". In: Exil, XV (1995), 2, S. 25).

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Nestor der Exilforschung 1933-1945 in den USA - zum 80. Geburtstag von Prof. Dr. John M. Spalek

Seit nahezu vierzig Jahren engagiert sich Prof. Dr. John M. Spalek führend in der Erforschung des deutschsprachigen Exils in den USA.
Nach Abschluss des Studiums der Germanistik an der Stanford University, Kalifornien, war John M. Spalek an der University of Southern California in Los Angeles und der State University of New York in Albany tätig. Bereits zu Beginn der 1970er Jahre begann er, Materialien deutschsprachiger Emigranten in den USA zu lokalisieren und zu beschreiben.

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Vorlass des Politologen John G. Stoessinger im Deutschen Exilarchiv 1933-1945

Unter den Nachlässen und Archiven, die Professor John M. Spalek innerhalb des letzten Jahres dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 vermittelt hat, befindet sich auch der Vorlass des Politologen und UN-Beamten John G. Stoessinger.
Es handelt sich um einen nicht umfangreichen, aber inhaltsreichen Bestand, der wichtige Stationen im Leben Stoessingers und sein wissenschaftliches und publizistisches Werk dokumentiert.

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Lili Cassel Wronker: A London Diary, 1939-1940

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 erhält Unterlagen von Lili Cassel Wronker

Das Konvolut von Unterlagen, das dem Deutschen Exilarchiv 1933-1945 von Lili Cassel Wronker überlassen wurde, enthält vor allem interessante Dokumente aus der Exilzeit in England.
Die am 5.5.1924 in Berlin geborene Lili Cassel, die von 1936 bis 1938 die Waldschule Kaliski besuchte, emigrierte 1938 mit ihrer Schwester Evi ohne die Eltern nach England.

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Chronistin ihres Jahrhunderts - Anja Lundholm zum 90. Geburtstag

Am 28. April 2008 hätte die im August 2007 in Frankfurt am Main verstorbene Schriftstellerin Anja Lundholm ihren 90. Geburtstag feiern können.
In ihren Büchern wurde die Schriftstellerin, die zur Zeit der NS-Herrschaft als Widerstandskämpferin und als "Halbjüdin" verfolgt worden war, zu einer "Zeugin des Schreckens und Chronistin der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts" (Spiegel online).

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Reichsausbürgerungskartei

Verzeichnis der Personen, denen die deutsche Staatsangehörigkeit aberkannt worden ist. - Berlin : Reichsführer SS und der Chef der Deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern.
Signatur: 1938 A 8858

Lange Zeit galten sie als vermisst, nun sind die 14 Karteikästen der Ausbürgerungskartei wieder im Bestand der Deutschen Nationalbibliothek. Das Bundesarchiv in Berlin hatte diese Karteikästen, die vermutlich bereits 1945 durch die Sowjetische Militäradministration aus dem Bestand der Deutschen Bücherei entfernt worden waren, aus dem Aktenbestand des Ministeriums des Innern der DDR übernommen. Da der Eigentumsnachweis "Deutsche Bücherei" vorhanden war, konnten die 14 Karteikästen an die Deutsche Nationalbibliothek zurückgeführt werden. In den hauseigenen Werkstätten wurden sie wieder instand gesetzt und sind jetzt in der Sammlung Exilliteratur 1933-1945 am Standort Leipzig benutzbar.

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Hans Gustav Güterbock

Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 erwirbt den umfangreichen Nachlass des Hethitologen Hans Gustav Güterbock (1908-2000).

Mit Unterstützung der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung konnte das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 als Teil des Projektes mit John M. Spalek den Nachlass des bedeutenden Hethitologen Hans Gustav Güterbock in seine Sammlung aufnehmen.
Nach dem Studium der Assyriologie in Berlin, Leipzig und Marburg war der aus Berlin stammende Güterbock von 1933 bis 1935 Mitarbeiter am Vorderasiatischen Museum in Berlin und nahm bereits während dieser Zeit an Grabungsexpeditionen in Boghazköy / Anatolien unter der Leitung von Kurt Bittel teil.

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Geneviève Pitot: Der Mauritius-Schekel

Selbst in der Exilforschung ist es wenig bekannt, dass auch der Inselstaat Mauritius im Indischen Ozean zum Exilort für vom NS-Regime verfolgte Juden aus Mitteleuropa wurde, die noch 1940 versucht hatten, über die Donau und das Schwarze Meer nach Palästina zu gelangen. Nachdem sie unter großen Gefahren den Hafen von Haifa erreicht hatten, wurden sie von der britischen Mandatsmacht daran gehindert, an Land zu gehen und auf zwei holländischen Schiffen weiter nach Mauritius verbracht.

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Letzte Änderung: 5.4.2017

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