Geschichte der Sammlung Exil-Literatur 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek
2011
Umzug in einen neuen und größeren Lesesaal innerhalb des historischen Gebäudes der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig und feierliche Eröffnung; die Öffnungszeiten werden verlängert; die Handbibliothek der Sammlung wird mit rund 3500 Exemplaren erstmalig zur Freihandbibliothek.
2010
Kleine Ausstellungen im Foyer der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig:
„Florence Homolka : eine Fotografin im Exil“
„Flugblätter aus dem 2. Weltkrieg“
„Kinderbücher im Exil“
Besuch von ehemaligen Leipziger jüdischen Bürgern aus Israel während der Besuchswoche
Gesprächsrunde zum Thema Wertneutralität, Bibliothek und Zensur im Rahmen der Veranstaltungen des „Interdisziplinären Promotionskollegs: Werteorientierung und Wertevermittlung in der modernen Gesellschaft“ der Hanns-Seidel-Stiftung
2009
Beginn der Erschließung von Exil-Originalen mit DDC
Restaurierung der Flugblatt-Sammlung
2008
Veranstaltungen im Rahmen der Leipziger Buchmesse:
Volker Weidermann präsentiert seine Publikation "Das Buch der verbrannten Bücher",
Armin Strohmeyer liest aus: "Verlorene Generation - dreißig vergessene Dichterinnen und Dichter des ›anderen Deutschland‹",
Ausstellung am Messestand der Deutschen Nationalbibliothek: "Die anderen Reclam-Hefte : Tarnschriften"
"Sammel-Leidenschaft. Der Illustrator und Spielzeugsammler Walter Trier"
Ausstellung im Rahmen der 9. Leipziger Museumsnacht
Besuch von sechs ehemaligen Leipziger jüdischen Bürgern während der Besuchswoche der ehemaligen Leipziger jüdischen Bürger aus Israel
2007
Lenka Reinerova liest aus ihrer Autobiografie "Das Geheimnis der letzten Minuten"
eine Veranstaltung im Rahmen der Leipziger Buchmesse
"Fotografen im Exil".
Ausstellung im Rahmen der 8. Leipziger "Museumsnacht"
Ilka Schneidgen liest aus ihrem Werk "Dichterin des Dennoch : Hilde Domin"
Veranstaltung im Rahmen der 7. Jüdischen Woche in Leipzig
2006
"Heimat Los" : Emigration 1933-1945. Die Ethnologen Eva und Julius Lips.
Ausstellung im Rahmen der 7. Leipziger "Museumsnacht"
2005
Lesung von Christian Buckard: "Ein extremes Leben: Arthur Koestler 1905 - 1983" im Rahmen der 6. Jüdischen Wochen in Leipzig; Vorstellung der Ergebnisse und Werkstattbericht "Jüdischer Buchbesitz als Raubgut" auf dem 2. Hannoverschen Symposium
2004
Ankauf eines seltenen Holzschnitt-Flugblatts von Hans Kralik
2003
Tagungsort und Mitorganisator für die 13. Tagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. / AG "Frauen im Exil" unter dem Titel "Als Kind verfolgt: Anne Frank und die anderen"; Präsentation der Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933 - 1945 "Buchgestaltung im Exil"
2002
Zuarbeit für das Simon-Dubnow-Institut mit Exil-Beständen anlässlich der Sechshundertjahrfeier der Universität Leipzig; umfangreiche Rekonstruktion der Arbeits- und Magazinräume
2001
Die Ausstellung "Kinder- und Jugendliteratur im Exil" wird in der Deutschen Bibliothek in Frankfurt am Main und in der Stadtbibliothek Wuppertal gezeigt. Die Präsentation dieser Ausstellung erfolgt in Verbindung mit der inhaltlich verwandten Ausstellung der Österreichischen Exil-Bibliothek "Kleine Verbündete - Little Allies" im Rahmen eines umfassenden kulturellen und pädagogischen Programms.
Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstags von Ödön von Horvath
1998
"›Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen‹. Bertolt Brecht im Exil 1933 - 1948" - Ausstellung zum 100. Geburtstag Bertolt Brechts
1997
Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e.V.; Erwerbung eine Konvoluts von Flugblättern mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
1995
Ausstellung und Katalog "Kinder- und Jugendliteratur im Exil"
1988
ein Teilnachlass von Prof. Eva Lips wird der Sammlung Exil-Literatur testamentarisch vermacht
1987
Einrichtung eines eigenen Sachgebietes "Sammlung Exil-Literatur" in der Abteilung Erwerbung
1964 - 1984
die Ausstellungen "Deutsche Exilliteratur 1933 - 1945" wird in mehr als 20 Bibliotheken und Kulturinstitutionen in 13 europäischen Ländern gezeigt, u.a. 1965 in Warschau, 1972 in Prag, 1977 im Verlag Elsevier in Amsterdam, 1983 in der Königlichen Bibliothek Albert I in Brüssel, 1984 in Paris
1960
Beginn systematischer bibliografischer Ermittlung von Werken der Exilliteratur, Aufbau einer Arbeitskartei mit biografischen und bibliografischen Daten; Erwerbung fehlender Publikationen vorwiegend im internationalen Antiquariatsbuchhandel
1949
"Deutsche Nationalbibliographie: Ergänzung I - Verzeichnis der Schriften, die 1933 - 1945 nicht angezeigt werden durften" mit 5.485 Eintragungen
1947
"Bücher der Emigration" - erste Ausstellung der Deutschen Bücherei nach Kriegsende mit sehr hoher öffentlicher Resonanz
1933 - 1945
Sammlung von erscheinenden Emigrantenschriften im Rahmen des allgemeinen Sammelgebietes der Deutschen Bücherei; ab 12.10.1936 Verbot der nationalbibliografischen Anzeige dieser Werke durch das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, dafür ab 1939 Aufnahme in regelmäßig erscheinende "Listen der in der Deutschen Bücherei unter Verschluss gestellten Druckschriften"
Letzte Änderung: 9.10.2012


