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Medienbearbeitung

Der Neuzugang durch Pflichtablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek legt die Basis ihrer Arbeit als nationalbibliografisches Informationszentrum der Bundesrepublik Deutschland. Verlage und andere Verbreitungsberechtigte liefern unmittelbar nach der Veröffentlichung zwei Pflichtexemplare an den für sie zuständigen Standort der Deutschen Nationalbibiothek. Dafür gilt ein Regionalprinzip: der Leipziger Standort bearbeitet alle Veröffentlichungen aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Frankfurter Standort ist zuständig für Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein. Nach der Bearbeitung wird eines der beiden Exemplare "magazinreif" an die jeweils andere Bibliothek zur Benutzung und Archivierung weitergegeben.

Ausschließlich am Standort Leipzig und in nur einem Exemplar werden die im Ausland erscheinenden Übersetzungen aus der deutschen Sprache gesammelt und bearbeitet, die als Pflichtexemplare in einem Exemplar dann abzuliefern sind, wenn die Lizenz von einem deutschen Verlag als Inhaber des ursprünglichen Verbreitungsrechts mit Sitz in Deutschland vergeben wurde (DNBG § 14 Abs. 2).

Die ebenfalls zum Sammelauftrag der Deutschen Nationalbibliothek zählenden deutschsprachigen Veröffentlichungen des Auslands, die nicht als Pflichtexemplare gesammelten Übersetzungen aus dem Deutschen und die fremdsprachigen Germanica gehen als Geschenk ein oder werden durch Kauf oder Tausch erworben. Diese Veröffentlichungen werden ebenfalls in nur einem Exemplar in der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig gesammelt und bearbeitet.

Musikalien und Tonträger werden im Deutschen Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek am Standort Leipzig bearbeitet, das nach der Erschließung das Zweitexemplar an den Frankfurter Standort der Deutschen Nationalbibliothek zur Archivierung gibt.

Alle Publikationen werden an dem jeweils zuständigen Standort formal und inhaltlich erschlossen. Die Formalerschließung erfolgt aktuell nach den Regeln für die alphabetische Katalogisierung (RAK), ab 1. Oktober 2015 nach den Resource Description and Access (RDA). Die Inhaltserschließung erfolgt nach den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) und der Dewey-Dezimalklassifikation (DDC). Das für die Erschließung erforderliche kontrollierte Vokabular wird nach den Resource Description and Access (RDA) bzw. den Regeln für den Schlagwortkatalog (RSWK) erstellt und in der Gemeinsamen Normdatei (GND) geführt, bei deren Aufbau und Pflege die Deutsche Nationalbibliothek aktiv beteiligt ist. Zentrales Erschließungsinstrument ist das Intergrierte Literatur-, Musikalien- und Tonträger-Informationssystem (ILTIS).

Letzte Änderung: 2.6.2015

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