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Quelle lebender Bücher. 75 Jahre Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich – Buchvorstellung und szenische Lesung // Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main // Mittwoch, 8. Juli 2015, 19 Uhr

Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich

Die Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde in Zürich feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsband. 75 Nutzerinnen und Nutzer beschreiben darin ihr Lieblingsbuch aus der Bibliothek. So entstand ein Querschnitt des Bestandes, 500 Jahre Buchgeschichte sind repräsentiert. Die Verlegerin Judith Luks und der Publizist Michael Guggenheimer stellen im Gespräch mit dem Journalisten David Dambitsch die ICZ-Bibliothek, ihren einmaligen Bestand sowie das Projekt des Jubiläumsbandes vor. Zusammen mit Autorinnen und Autoren geben sie in einer szenischen Lesung Einblick in die „Quelle lebender Bücher“.
Eine Kooperation der Deutschen Nationalbibliothek und edition clandestin, Biel, Schweiz, unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Generalkonsulats Frankfurt am Main.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen unter ausstellungen-frankfurt@dnb.de oder 069/1525-1905

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Rolf Kralovitz (1925 - 2015) — In memoriam

Rolf Kralovitz

An die erste Erfahrung der Ausgrenzung durch das Ausbleiben der täglichen Brötchenlieferung an Juden, an Gewalt durch Mitschüler, an die schlimme Erfahrung, den Judenstern tragen zu müssen, an das Leben in „Judenhäusern“, an seine Zwangsarbeit als Totengräber, an die Deportation und Ermordung seiner Schwester und seiner Eltern sowie an seine Deportation nach Buchenwald und die schrecklichen Erlebnisse dort zu erinnern, sah Rolf Kralovitz als seine Aufgabe an.

Ende vergangenen Jahres hatte er dem Deutschen Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek weitere Unterlagen für die bereits eingerichteten Bestände zu Walter Meckauer, Brigitte Kralovitz-Meckauer und zu seiner Person anvertraut. Wenige Tage nach seinem 90. Geburtstag ist Rolf Kralovitz am 21. Juni 2015 in Köln gestorben.

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"geschrieben – gesetzt" // Präsentation zum Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 2015 für Jan Philipp Reemtsma // 27. Juni bis 31. Oktober 2015

Blick in die Ausstlung "geschrieben - gesetzt"

Unter dem Titel "geschrieben – gesetzt" präsentiert das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek eine kleine Auswahl an Publikationen, die Jan Philipp Reemtsma finanziert, befördert, initiiert, betreut, herausgegeben oder verfasst hat.

Thema der Präsentation sind die Typografen und Buchgestalter, die den Texten durch die Typografie, den Satzspiegel, Buchumschlag und Einband ein unverwechselbares Gesicht gegeben und den Gedanken ein Kleid verpasst haben. Ihre Leistung ist zugleich ein vielgestaltiger Beitrag zur Buchästhetik in Deutschland zum Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts.

Der Mäzen, Wissenschaftler und Schriftsteller, der Herausgeber und Initiator von Textausgaben und Erinnerungsorten Jan Philipp Reemtsma erhält für die von ihm verantworteten großen Editionen den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 2015. Die mit Augenmaß für das Notwendige getroffenen Fördermaßnahmen Jan Philipp Reemtsmas entscheiden in vielen Fällen über Wohl und Wehe literarischer Editionen – und damit über das Weiterleben von Texten

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SchriftBild. Russische Avantgarde // Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig // 5. Juni bis 4. Oktober 2015

A. Rodtschenko. Entwurf für das Abzeichen „Dobroljot“ (= „Gutflieger“). 1923. Papier, Gouache. Archiv von A. Rodtschenko und W. Stepanowa, Moskau

Die Ausstellung gibt einen Einblick in ein Jahrhundert-Experiment: Die gestalterische Revolution der russischen Avantgarde am Anfang des 20. Jahrhunderts, die in Typografie und Buchgestaltung bis heute stilprägend wirkt, überrascht immer noch durch eine unverwechselbare Modernität und "Unverbrauchtheit". In Plakat, Buch, Grafik und Malerei zeigt die Schau den experimentellen Umgang mit Sprache, Schrift und Bild, deren Synthese hergebrachte Gattungsgrenzen überwindet und eine neue Zeichenwelt schafft. Diese europäische Kultur setzt Maßstäbe und beeindruckt auch durch ihre handwerkliche Fantasie. Die Künstler, zu denen Vladimir Mayakovsky, Pavel Tretyakov, Natalia Gontcharova und andere zählen, erfinden visualisierte Poesie.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Museums- und Ausstellungszentrum ROSIZO und renommierten russischen Museen wie dem Staatlichen Mayakovsky-Museum und der Russischen Staatsbibliothek, die zum Teil noch nie ausgestellte Arbeiten als Leihgaben zur Verfügung stellen. Zugleich ist sie ein Höhepunkt des vom Auswärtigen Amt initiierten "Jahres der deutsch-russischen Literatur".

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Kafka im Künstlerbuch // Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig // 11. März bis 18. Oktober 2015

Kafka im Künstlerbuch

Zu Lebzeiten noch wenig bekannt und nach 1933 in Deutschland auf der Liste der "unerwünschten" Autoren, gelangte das Werk von Franz Kafka (1883 - 1924) erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu Weltruhm. Die Texte des bedeutenden deutschsprachigen Schriftstellers sind heute so aktuell wie damals und werden vielfach literaturwissenschaftlich und bildkünstlerisch interpretiert.

Die Kabinettausstellung widmet sich Buchgestaltern, Illustratoren und Typografen, die sich mit den rätselhaften und skurrilen Texten des Prager Autors in Künstlerbüchern, Grafiken, Comics oder Schriftschöpfungen auseinandergesetzt haben. Im Mittelpunkt stehen die sieben Werke Kafkas, die er selbst zur Veröffentlichung freigegeben hatte: "Das Urteil", "Der Heizer", "Die Verwandlung", "In der Strafkolonie", "Ein Hungerkünstler" "Betrachtung", "Ein Landarzt".
Zugleich erinnert die Schau an Kafkas folgenreichen Besuch in Leipzig am 29. Juni 1912, als er erstmals die Verleger Ernst Rowohlt und Kurt Wolff trifft.

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Der Jahresbericht der Deutschen Nationalbibliothek 2014 ist erschienen

Cover des Jahresberichtes der Deutschen Nationalbibliothek 2014

Der Jahresbericht 2014 fasst wichtige Themen, Entwicklungen, Fakten und Zahlen des vergangenen Jahres zusammen, von den Kernbereichen Erwerbung, Erschließung, Benutzung und Bestandserhaltung über die Umsetzung der neuen Organisationsstruktur. Die Konsequenzen aus der veränderten Gesetzeslage zu vergriffenen und verwaisten Werken, der Dialog mit Expertinnen und Experten über die künftigen Aufgaben von Gedächtnisinstitutionen sowie die Bildungs- und Vermittlungsarbeit der Deutschen Nationalbibliothek zählen zu den Schwerpunktthemen, die vorgestellt werden. Darüber hinaus gibt es eine Rückschau auf die fachlichen und kulturellen Aktivitäten der Deutschen Nationalbibliothek sowie ihre Veranstaltungen und Publikationen.

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Rätselhaftes zum 130. Geburtstag des Deutschen Buch- und Schriftmuseums // Ein Quiz zur virtuellen Ausstellung über 5.000 Jahre Mediengeschichte

Bild zum DBSM-Quiz

Wer knackte den Code der Pharaonen? Wie hieß doch gleich das monumentale Hauptwerk Gutenbergs? Fiktion oder Wirklichkeit: Die Alien-Invasion, die von New Jersey trotz verzweifelter menschlicher Gegenwehr New York erreichte? Von welcher Universalmaschine, die seit den 1980er Jahren elektronische Arbeits- und Unterhaltungsfunktionen verbanden, ist die Rede?

Im Wissensspiel zur virtuellen Ausstellung Zeichen – Bücher – Netze geht es um Persönlichkeiten, Objekte und Ereignisse der Mediengeschichte. Drei Quiz-Teile mit jeweils zehn Fragen führen durch Kapitel der Buch- und Mediengeschichte: Schrift und Schreiben, Buchkultur, digitale Welt. Alle Fragen werden mit Bildern erläutert, die die Beantwortung erleichtern und den komplexen Themen Anschaulichkeit und Prägnanz verleihen. Die richtige Auflösung mit Erläuterung schließt jede Fragerunde ab.

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Virtuelle Ausstellung "Erster Weltkrieg" ist online

Plakat: Die beste Sparkasse: Kriegsanleihe!

Alltags- und Medienwelten des Ersten Weltkrieges werden in der neuen Onlineausstellung "100 Jahre Erster Weltkrieg" erfahrbar. Ob Plakate oder Kriegszeitungen – mehr als 200 Medienobjekte veranschaulichen die Bedeutung von Massenmedien im Zusammenhang mit dem Kriegsgeschehen. Die Ausstellung beleuchtet unter anderem die Bereiche Propaganda und Zensur. Beispielsweise können sich Besucherinnen und Besucher über die Rolle der Kinder- und Jugendliteratur in der Propagandamaschinerie des Ersten Weltkrieges informieren. Lebensmittelkarten und Plakatanschläge bezeugen außerdem den schwierigen, von Mangel geprägten, Kriegsalltag in der Heimat.
Neben dem Einstieg über verschiedene Themenkomplexe ermöglicht ein Zeitstrahl einen Überblick zu den Kriegsereignissen. Ein Glossar ist zur Begriffsklärung angefügt.

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5.000 Jahre Mediengeschichte online // Die erste virtuelle Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek geht ins Netz

Plakat von 5.000 Jahre Mediengeschichte online

Ob Kerbholz oder Entzifferung ägyptischer Hieroglyphen, ob Tattoo, Brief oder ein rollendes Bücherfass, Zensurlisten der katholischen Kirche, atlantische Unterseekabel oder Mr. Beans Ausflug in einen Lesesaal für mittelalterliche Handschriften, ob das stille Örtchen als Lektüreort oder die Utopie der Universalsprache: Mehr als 1.800 kleinere und größere Einblicke in die Geschichte der Medien bietet die erste virtuelle Ausstellung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek.

Wie in einem Wissensnetz bewegen sich Besucherinnen und Besucher in den auch in englischer Übersetzung angebotenen elf Themenmodulen, in denen ausgewählte Akteure der Mediengeschichte als Begleiter auf einer virtuellen Zeitreise auftreten. Pointiert erzählte Objektgeschichten, Bilder, Filme und Hörbeiträge lassen sich zu ganz unterschiedlichen, individuellen Themenwelten vernetzen.

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Künste im Exil // virtuelle Ausstellung und Netzwerk

Logo von "Künste im Exil"

Es gibt vielfältige Gründe, sein Land zu verlassen, und diese lassen sich nicht allein auf politische Verfolgung beschränken. So vielfältig wie die Gründe sind auch die Auswirkungen des Exils auf die Künstler und Künste. Diesen Auswirkungen widmet sich die virtuelle Ausstellung "Künste im Exil". Ihr Anliegen ist es, das Exil von Künstlern in seiner ganzen Vielschichtigkeit zu zeigen.

Auf Wunsch des damaligen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945 der Deutschen Nationalbibliothek die Federführung und Koordination der virtuellen Ausstellung und des Netzwerks "Künste im Exil" übernommen. Seit dem 18. September 2013 sind die ersten Module dieses neuen Ausstellungsformats online zu sehen, zunächst bis Ende 2014 werden über 30 Netzwerkpartner die Ausstellung stetig erweitern.

www.kuenste-im-exil.de

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