Aus Anlass des diesjährigen Wave-Gotik-Treffens in Leipzig, des europaweit größten Treffs der „schwarzen Szene“, zeigt die kleine Schau im Tresor der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig einen Ausschnitt aus den vielfältigen Versuchen, dem Tod einen Ausdruck, ein Gesicht zu geben.
Sensenmann oder Reiter in der Dunkelheit der Nacht, Gerippe mit Schmetterlingsnetz, das Flugzeuge vom Himmel holt, Knochenmänner im Kinderbuch oder ein leeres Bildfeld im Comicstrip: Zu allen Zeiten haben sich Grafiker, Dichter und Buchkünstler ein Bild vom Tod gemacht. Ob Leichenpredigt, Emblemata, Vanitasbild, Schauerromantik, Anatomiedarstellung oder Totentanz: Bücher, Grafiken, Exlibris und kulturgeschichtliche Gegenstände aus den Sammlungen des Deutschen Buch- und Schriftmuseums geben Einblick in die mal ernsten, mal heiteren oder erotischen Figurationen des Todes. (Bild: Ulf K. Tango de la mort)