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Dora Schindel (1915–2018) – In memoriam

Dora Schindel (1915-2018)

Am 11. Januar 2018 ist Dora Schindel im Alter von 102 Jahren in Bonn verstorben.

Die aus München stammende Dora Schindel war viele Jahre mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek eng verbunden: als Zeitzeugin, als Bestandsbildnerin und nicht zuletzt als hochgeschätzte Freundin. Dora Schindel organisierte nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gemeinsam mit dem Wissenschaftler und Politiker Hermann M. Görgen die Ausreise von 48 gefährdeten Personen nach Brasilien. Zur "Gruppe Görgen" gehörten unter anderem die Romanistin Susanne Bach, der Schriftsteller Ulrich Becher, der Biologe Alfred Goldschmidt, der Publizist Walter Kreiser und der Musiker Georg Wassermann. Bis 1955 blieb Dora Schindel in Brasilien. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland wurde der interkulturelle Dialog zwischen beiden Ländern ihre Lebensaufgabe. (Foto: moondogstudio)

Bis zu ihrem Tod war Dora Schindel Ehrenmitglied des Präsidiums der Deutsch-Brasilianischen Gesellschaft und des Lateinamerika-Zentrums.

"Der unsichtbare Pianist" // Konzert am historischen Reproduktionsflügel // Deutsches Musikarchiv der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig // Mittwoch, 24. Januar 2018, 18 Uhr

Rollenklavier Deutsches Musikarchiv

Oft ist es das Verborgene, das einen besonderen Reiz ausübt. Zum Beispiel beim mechanischen Steck-"Duo-Art"-Reproduktions-Flügel von 1925, auf dem Musik ganz ohne sichtbare Spielerin oder sichtbaren Spieler vorgetragen wird. Bei dieser frühen Form der mechanischen Tonaufzeichnung wird das Spiel eines Pianisten auf eine Papierrolle übertragen, mittels der – in ein entsprechendes Instrument eingelegt – seine Musik wiedergegeben werden kann.

Erleben Sie Werke von Beethoven, Chopin, Gershwin und Ravel – teils von bedeutenden Pianisten des frühen 20. Jahrhunderts, teils vom Komponisten höchstpersönlich eingespielt.
Zwischen den einzelnen Stücken erläutern wir Ihnen die Besonderheiten des Instrumentes, der Klavierrollen, der Werke und deren Interpreten. (Foto: Deutsche Nationalbibliothek, Stephan Jockel)

Eintritt frei
Treffpunkt: Foyer historisches Gebäude

Call for Papers // Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung // Thema: Archive und Museen des Exils // Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main // Frist bis 31. Januar 2018

Koffer aus dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945

Exil, Flucht und Migration sind meist grenzüberschreitende Ortsveränderungen, die unweigerlich mehr als einen Staat betreffen. Migrationsbewegungen beziehen sich dabei nicht nur auf die Menschen, die gehen, sondern auch auf die materialen Zeugnisse, die sie mit sich führen, die auf den Wegen des Exils entstehen, angeeignet, verloren oder zurückgelassen werden. Archive und Museen haben als sammelnde, bewahrende und ausstellende Institutionen und Erinnerungsorte eine besondere Bedeutung und Verantwortung im Kontext der Exil- und Migrationsgeschichte. Überlieferungen des Exils werden von vielen unterschiedlichen Institutionen bewahrt, auch die Deutsche Nationalbibliothek mit ihrem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 hat die Sammlung und Sicherung materialer Zeugnisse des Exils zu einer ihrer Aufgaben erklärt.

Die interdisziplinäre Tagung der Gesellschaft für Exilforschung soll es ermöglichen, (archiv-)geschichtliche Fallbeispiele im Horizont allgemeinerer kulturwissenschaftlicher Archivtheorien sowie neuerer Konzepte digital vernetzter Archive oder Exilmuseen und -ausstellungen vorzustellen und zu diskutieren.

Veranstaltungstermin: 13. bis 15. September 2018
Abstracts für die Tagung können bis zum 31. Januar 2018 eingereicht werden.
Informationen zur Einreichung

"Wie die Bücher wohnen. 100 Jahre Magazingeschichte" // Führung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 // Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig // Mittwoch, 31. Januar 2018, 10:30 Uhr

Blick auf Bücherregale im Magazin in Leipzig

Mit der Führung "Wie die Bücher wohnen. 100 Jahre Magazingeschichte" laden wir Sie ein, unsere Magazine zu erkunden und zeigen Ihnen, wie wir unsere Bestände lagern.

In der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig türmen sich auf knapp 50.000 Magazinfläche 205 km Regalböden voller Bücher, Zeitschriften, CDs, Schallplatten und Noten. Das Stammhaus der Deutschen Bücherei wurde 1916 eingeweiht. Seitdem werden die Magazine ständig erweitert und ausgebaut, denn der Platzbedarf steigt täglich. In der Führung können Sie die verschiedenen Stadien der Magazintechnik aus 100 Jahren Bibliotheksgeschichte im Leipziger Haus der Deutschen Nationalbibliothek verfolgen. Die Kolleginnen und Kollegen der Bestandserhaltung führen Sie in die ältesten und neuesten Magazine. Sie sehen historische Regalanlagen und hochmoderne klimatisierte Räume und erfahren, welche technischen Möglichkeiten möglicherweise für die Magazine der Zukunft bereitstehen. (Foto: Deutsche Nationalbibliothek, Anne-Katrin Müller)

Kosten: EUR 6,00/ermäßigt EUR 3,00
Anmeldung direkt per Anmeldeformular oder Tel.: +49 341 2271-286. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt.

Exil. Erfahrung und Zeugnis // Eröffnung der Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 // Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main // Donnerstag, 8. März 2018, 19 Uhr

Plakat zur Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945

Was bedeutet es, ins Exil gehen zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte eröffnet das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek eine Dauerausstellung, die sich mit diesen Fragen beschäftigt.

Die Ausstellung präsentiert ausschließlich Zeugnisse aus dem Deutschen Exilarchiv. Mehr als 250 Originale aus Nachlässen und über 300 Publikationen ermöglichen einen multiperspektivischen Blick auf das Exil 1933 bis 1945. Und sie zeigen zugleich: Die Erfahrungen dieses historischen Exils sind vielfältig und individuell. Es sind Erfahrungen von Bruch und Verlust ebenso wie von Neuanfang und Zugewinn.

Informationen über die Anmeldung zur Eröffnungsveranstaltung folgen in Kürze.

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