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Linked Data Service der Deutschen Nationalbibliothek

Die Entwicklungen im Bereich Semantic Web zielen darauf ab, semantische Strukturen nachnutzbar und Daten besser zugreifbar zu machen. Des Weiteren erlauben die Konzepte des Semantic Web, Daten aus heterogenen Quellen miteinander zu verknüpfen, was eine Etablierung neuer Dienstleistungen mit sich führt. Im Zuge der Linked-Data-Bewegung bieten bereits eine Vielzahl von Anbietern (meist gemeinnützige Organisationen, Universitäten oder öffentliche Einrichtungen) ihre Daten in einer Semantic-Web-konformen Repräsentation an. Zu diesen Daten gehören insbesondere Daten, die von generellem Nutzen für die Allgemeinheit sind. Beispiele hierfür sind geografische Informationen, Thesauri, Lexika und auch bibliografische Daten und Normdaten.

Auch das Bibliothekswesen hat erkannt, welches Potenzial diese Form der Datenveröffentlichung mit sich bringt. Erste Einrichtungen sind bereits aktiv bzw. planen, ihre Daten als Linked Data anzubieten. Die Deutsche Nationalbibliothek möchte mit ihren größtenteils intellektuell gepflegten Daten einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität und Zuverlässigkeit der "Linked-Data-Cloud" leisten. Mit ihren qualitativ hochwertigen Daten beabsichtigt die Deutsche Nationalbibliothek, eine der tragenden Säulen des semantischen Netzes zu werden.

Langfristig strebt die Deutsche Nationalbibliothek einen Linked-Data-Service an, der eine Nutzung der gesamten nationalbibliografischen Daten inklusive aller Normdaten durch die Semantic-Web-Community erlaubt. Neben den etablierten Zugriffswegen (OAI, SRU etc.) muss für die Verbreitung des neuen Datenformates ein entsprechender Datendienst geschaffen werden.

Da der Service neue Zielgruppen ansprechen soll, gilt es in erster Linie, durch das Projekt die Anforderungen dieser näher zu analysieren und durch Kontakt mit den Nutzern deren Anforderungen zu konkretisieren. Folglich ist das Ziel die Inbetriebnahme eines Services, der durch Erfahrungswerte und Nutzerbedürfnisse entscheidend mitgestaltet wird. Der in dieser Dokumentation beschriebene Service dient somit einer ersten Kooperation mit dem neuen Kundenkreis, um den Erfahrungsaustausch anzustoßen. Mittelfristig zählen zu den Zielgruppen neben Forschungseinrichtungen und gemeinnützigen Organisationen auch kommerzielle Dienstleister, wie Betreiber von Suchmaschinen und Wissensmanagementsystemen. Die Deutsche Nationalbibliothek ist bestrebt, durch den neuen Datenservice einen Beitrag zur Informationsinfrastruktur weltweit zu leisten und damit eine Voraussetzung für moderne kommerzielle und nicht-kommerzielle Webdienstleistungen anzubieten.

Die Deutsche Nationalbibliothek beteiligt sich aktiv an der Bibliographic Framework Transition Initiative.

Für die Gemeinsame Normdatei (GND) und die Titeldaten des Linked-Data-Services gilt ab sofort die Nutzungslizenz Creative Commons Zero.
Seit Ende Januar 2014 enthalten einige geografische Normdaten unveränderte Koordinaten aus der Datenbank GeoNames.

Für die Konversion der Daten nach RDF wird die Software Metafacture eingesetzt, die von culturegraph.org entwickelt wurde.

Testdaten in RDF/XML-Repräsentation sind im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek unter dem Menüpunkt "Aktionen" in der Vollanzeige oder im Datenshop kostenfrei erhältlich.

Letzte Änderung: 16.9.2014

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