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Irmgard Spencker (1941–2017) – In memoriam

Wenige Monate nach Vollendung ihres 76. Lebensjahres ist Irmgard Spencker am 17. Oktober 2017 gestorben. Sie wurde am 15. Juli 1941 in Leipzig geboren. Unser herzliches Beileid gilt ihrem Ehemann, mit dem sie seit 1970 verheiratet war.

Nachdem Irmgard Spencker 1959 das Abitur abgelegt hatte, studierte sie zuerst an der Hochschule für Bauwesen in Leipzig, brach dieses Studium jedoch nach vier Semestern ab. Ihre Tätigkeit in der damaligen Deutschen Bücherei begann sie im Oktober 1961 als Bibliothekshilfskraft in der Benutzung. Sie sollte fast 40 Jahre bleiben und bis zur Direktorin des Leipziger Hauses aufsteigen. Ab September 1962 absolvierte sie ein Fernstudium an der Fachschule für Bibliothekare "Erich Weinert" und legte 1965 die Abschlussprüfung für Bibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken ab. Es schloss sich eine Tätigkeit im Zeitschriftenlesesaal, ab Januar 1970 als stellvertretende Leiterin des Sachgebietes Lesesäle an. Nach einem Fernstudium an der Berliner Humboldt-Universität im Februar 1985 übernahm die diplomierte Bibliothekarin die Leitung der Sammlung Exil-Literatur. Das Sachgebiet Exil-Literatur / Sozialistica hat sie federführend aufgebaut. Ab September 1987 war sie Leiterin des neuen Sachgebietes Zeitschriftenbenutzung / Loseblattsammlung innerhalb der Abteilung Benutzung, zwei Jahre später Leiterin der Benutzungsabteilung selbst und seit Mai 1992 auch Abwesenheitsvertreterin des Direktors der Deutschen Bücherei, Dr. Gottfried Rost. Am 1. Dezember 1996 trat sie dessen Nachfolge als ständige Vertreterin des Generaldirektors der damaligen Bundesanstalt Die Deutsche Bibliothek an. Zum 31. August 2001 ging sie auf eigenen Wunsch in den Ruhestand.

Irmgard Spencker war Leiterin der Leipziger Arbeitsgruppe Bau, betreute die Sanierung des historischen Gebäudes der Deutschen Bücherei und hat die frühen Planungen  für den vierten Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig bis hin zur Machbarkeitsstudie und den ersten Finanzierungszusagen begleitet.

Wir haben eine Kollegin verloren, die sich engagiert und mit großer Kraft für die Entwicklung unserer gesamten Einrichtung eingesetzt hat. In Betroffenheit und Anteilnahme nehmen wir Abschied von einer verdienstvollen Kollegin.

Wir werden ihr Andenken in Ehren halten.

Für die Deutsche Nationalbibliothek und deren Angehörige
Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin
Michael Fernau, Direktor in Leipzig

Letzte Änderung: 30.10.2017

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