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Deutsche Digitale Bibliothek

Ziel

Die freie Zugänglichmachung von Kulturgütern in digitaler Form – das ist das wesentliche Ziel der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). Dazu zählen neben Büchern, Bildern, Skulpturen und Archivalien auch Musikstücke und andere Tondokumente, Filme, Noten, und Denkmäler. Als zentrales nationales Portal soll die DDB perspektivisch die digitalen Angebote aller Kultur- und Wissenseinrichtungen in Deutschland miteinander vernetzen, um allen Interessierten Zugang zum kulturellen Erbe der Nation zu geben.

Die Deutsche Digitale Bibliothek nimmt unterschiedliche Zielgruppen in den Blick. Dazu zählen neben der allgemeinen kulturinteressierten Öffentlichkeit auch die Wissenschaft (insbesondere die Geistes- und Kulturwissenschaften), die Bildung (Lehrende und Lernende aus allen Bildungseinrichtungen) sowie die Kultureinrichtungen, mit denen die DDB ein Netzwerk zum Austausch von Erfahrungen und Dienstleistungen rund um das Thema Digitalisierung aufbaut.

Die DDB stellt fachkundig aufbereitetes Material zur Verfügung. Sie bietet verlässliche Informationen aus deutschen Kultur- und Wissenseinrichtungen an. Die Digitalisierung des deutschen kulturellen Gedächtnisses ist ein Prozess, der auf Jahre angelegt ist. Das für jeden frei zugängliche Portal vermittelt einen Eindruck der Möglichkeiten der DDB. Die Funktionen sowie die nachgewiesenen Bestände werden auch nach Abschluss der Beta-Phase im März 2014 kontinuierlich erweitert.

Neben der Funktion als Zugangsportal bildet die DDB auch einen Datenknoten, der einerseits als nationaler Aggregator für die europäische digitale Bibliothek, die Europeana, fungiert. Andererseits werden die Daten über offene Schnittstellen auch für die Nachnutzung in anderen Kontexten zur Verfügung gestellt. Über eine öffentlich bereitgestellte Programmierschnittstelle (API) können die unter der Lizenz CC0 verfügbaren Metadaten und alle Funktionen des DDB-Backends verwendet werden.

Organisationsstruktur und Partner

Logo "Mitglied von der Deutsche Digitale Bibliothek"

Die DDB wird durch ein Kompetenznetzwerk aus derzeit 14 Kultur- und Wissenseinrichtungen getragen. Zu ihnen zählen

  • die Bayerische Staatsbibliothek (BSB),
  • das Bibliotheksservicezentrum Baden-Württemberg (BSZ),
  • das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM),
  • das Bundesarchiv,
  • das Deutsche Filminstitut (DIF),
  • die Deutsche Nationalbibliothek (DNB),
  • digiCULT-Verbund eG,
  • das Digitale Kunst- und Kulturarchiv Düsseldorf (d:kult)
  • FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur
  • das Landesarchiv Baden-Württemberg (LABW),
  • das Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG),
  • die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB),
  • die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) sowie
  • die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK).

Über dieses Netzwerk werden die unterschiedlichen Sparten aus Kultur und Wissenschaft in Deutschland mit ihren Kompetenzen und Interessen unmittelbar in das Vorhaben eingebunden.

Als Aufsichtsorgan der DDB fungiert ein Kuratorium aus Vertretern von Bund, Ländern und Kommunen. Die Mitgliederversammlung des Kompetenznetzwerks wählt den Vorstand der DDB.

Die Geschäftsstelle der DDB ist an der Stiftung Preußischer Kulturbesitz angesiedelt. Die Deutsche Nationalbibliothek übt die Rolle des Koordinators des Kompetenznetzwerks aus und ist damit vor allem für die zentrale Projektsteuerung des Vorhabens zuständig. Daneben ist auch die Servicestelle der DDB an der Deutschen Nationalbibliothek angesiedelt. Sie dient als Anlaufpunkt für Kultur- und Wissenseinrichtungen, die sich mit eigenen digitalen Beständen an der DDB beteiligen möchten.

Projektträger und Dauer

Auf der Basis eines Eckpunktepapiers haben die Länder (Ministerpräsidentenkonferenz 28. bis 30. Oktober 2009) und der Bund (Kabinett am 2. Dezember 2009) das Vorhaben bewilligt und ein Verwaltungsabkommen in Auftrag gegeben, das den Betrieb der Deutschen Digitalen Bibliothek zunächst mit jährlich 2,6 Millionen Euro festschreibt. Als Ergebnis einer Zwischenevaluierung, die im Frühjahr 2014 stattgefunden hat, wird derzeit über die Weiterführung des Vorhabens, seine Finanzierung und die zukünftige rechtliche und organisatorische Struktur der DDB beraten.

Für den Aufbau der Beta-Version im Rahmen der erforderlichen Infrastruktur hatte der Bund in den Jahren 2010 bis 2011 8 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms II der Bundesregierung zur Verfügung gestellt, die im Jahr 2013 durch Sondermittel von Bund und Ländern in Höhe von 1,3 Millionen Euro ergänzt wurden. Von März 2016 bis Mai 2017 läuft ein Sonderprojekt zur Modernisierung der IT-Infrastruktur der DDB, das mit Sondermitteln des Bundes in Höhe von 1 Million Euro gefördert wird.

Online-Portal

www.deutsche-digitale-bibliothek.de

Allgemeine Fragen zur Deutschen Digitalen Bibliothek beantwortet die DDB-Servicestelle unter Deutsche Digitale Bibliothek Servicestelle. Weiterführende Informationen finden sich auch auf dem Serviceportal DDBpro.

Letzte Änderung: 05.08.2016

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