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Anne-Frank-Shoah-Bibliothek

Die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek ist eine internationale Forschungsbibliothek zum Holocaust. Sie verfolgt das Ziel, die weltweit erschienene Literatur über die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas im nationalsozialistischen Deutschland bereitzustellen. Die Sammlung umfasst auch Publikationen über die Verfolgung anderer Gruppen - über Menschen, die aus ethnischen, politischen, religiösen, medizinischen oder anderen Gründen verfolgt werden.

Mit ihrer Arbeit trägt die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek zur aktiven Verbreitung der Literatur über den Holocaust bei. Sie verfolgt den selbst gewählten Anspruch - zu wirken als "Bibliothek wider das Vergessen". Mit ihren Bildungsangeboten unterstützt sie diesen Anspruch.

Da eine vollständige Sammlung aller zur Shoah (hebräisch: Katastrophe bzw. Vernichtung) erschienenen Veröffentlichungen in absehbarer Zeit kaum möglich sein wird, werden Bibliografien und zahlreiche andere Quellen ausgewertet.

Der Katalog des Leo Baeck Institute New York steht in der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek für Recherchen zur Verfügung. Darüber hinaus ist es möglich, Werke bzw. Kopien aus New York zur Nutzung in Leipzig anzufordern.

Derzeit umfasst die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek etwa 12.000 Bücher, Zeitschriften, audiovisuelle Medien, Karten und andere Materialien, die den Benutzern in Freihand-Aufstellung unmittelbar zugänglich sind und im Lesesaal genutzt werden können.

Der Bestand sowie die darüber hinaus erfassten etwa 22.000 bibliografischen Daten sind formal und sachlich in einer Datenbank erschlossen. Seit März 2007 ist der Katalog der Spezialbibliothek online unter ArbeitsGemeinschaft der GedänkstättenBibliotheken unter der Suchoption "Anne-Frank-Shoah-Bibliothek" im Feld Bibliotheksauswahl zu finden.

Die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek steht in Kontakt zu zahlreichen Institutionen im In- und Ausland, zum Beispiel zum Anne-Frank-Haus in Amsterdam.

Zu der 2004 gezeigten Ausstellung „Kindern vom Faschismus erzählen“ erschien eine gedruckte Leseliste, die nun stark überarbeitet und aktualisiert als elektronische Publikation vorliegt. urn:nbn:de:101-201209600

Mit der Übernahme der Patenschaft für einen "Stolperstein" erinnert die Deutsche Nationalbibliothek seit Dezember 2007 an die fast vergessene, unter ihrem Pseudonym Clara Schott bekannt gewordene Schriftstellerin Clara Caroline Schachne.
Der Stolperstein im Bild Download (2,4 MB).
Mehr zu der Initiative "Stolpersteine Leipzig" unter www.stolpersteine-leipzig.de

Benutzung erfolgt im Shoah-Lesesaal.

Letzte Änderung: 18.6.2014

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