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Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) - häufig gestellte Fragen (FAQ)


Allgemeine Fragen

Was ist ein vergriffenes Werk?

Vergriffen ist ein Werk, für das kein verlegerisches Angebot mehr existiert und das folglich über den Buchhandel nicht mehr lieferbar ist. Antiquarische Angebote spielen hierbei keine Rolle. Nicht vergriffen ist ein Werk, sobald es in derselben oder einer neueren Auflage im Buchhandel erhältlich ist. Das schließt die Neuauflage als E-Book ebenso mit ein wie z. B. Reprints oder ein kommerzielles Mikroformangebot.

Was muss ich tun, um ein vergriffenes Werk digital bereitstellen zu können?

Voraussetzung für die digitale Nutzung eines vergriffenen Werks ist der Erwerb einer Nutzungslizenz bei der Verwertungsgesellschaft (VG) Wort. Nutzungslizenzen können nur für vergriffene Werke erworben werden, die bis zum 31.12.1965 in den Grenzen der heutigen Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht wurden. Nicht-veröffentlichte Werke fallen nicht unter § 13d UrhWahrnG und den Rahmenvertrag zur Nutzung von vergriffenen Werken in Büchern.
Erfüllt ein Werk diese Kriterien, kann ein Antrag auf Lizenzierung gestellt und das Werk im Register vergriffener Werke des Deutschen Patent- und Markenamtes eingetragen werden. Erfolgt nach sechs Wochen kein Widerspruch gegen die Nutzung, wird durch die VG Wort die Nutzungslizenz erteilt. Damit ist die rechtliche Voraussetzung zur Bereitstellung des Werkes in digitaler Form (Recht zur Vervielfältigung (§ 16 UrhG) und Recht zur öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19a UrhG) erfüllt.

An wen muss ich mich wenden, um eine Lizenz zu beantragen?

Die Lizenzen werden von der VG Wort vergeben. Die Beantragung von Lizenzen ist derzeit ausschließlich über den Lizenzierungsservice der Deutschen Nationalbibliothek geregelt. Über diesen werden alle Anträge an die VG Wort übermittelt und dort weiter bearbeitet. Nach Ablauf einer Widerspruchsfrist von sechs Wochen wird die Bibliothek über die erfolgreiche Lizenzierung durch die VG Wort informiert.

Wie registriere ich ein Werk im Register vergriffener Werke des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)?

Die Eintragung im Register vergriffener Werke erfolgt automatisch mit der Beantragung einer Lizenz. Der Lizenzierungsservice der DNB überträgt den Antrag an die VG Wort, von dort erfolgt die automatisierte Weiterleitung an das DPMA und die Eintragung in das Register vergriffener Werke.

Wer kann ein vergriffenes Werk nutzen?

Der Rahmenvertrag zur Nutzung von vergriffenen Werken in Büchern räumt die erforderlichen Nutzungsrechte ausschließlich öffentlich zugänglichen Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Museen, Archiven und im Bereich des Film- und Tonerbes tätigen Einrichtungen ein, sofern sich die vergriffenen Werke in deren körperlichem Bestand befinden. Diese Einrichtungen müssen – sofern Sie die Werke nutzen wollen – diesem Rahmenvertrag explizit beitreten. Dies erfolgt durch Übersendung eines handschriftlich gezeichneten Formulars an die VG Wort. Das Formular erhalten Sie hier.

Welche Nutzungsformen schließt die Lizenz mit ein?

Der Rahmenvertrag zur Nutzung von vergriffenen Werken in Büchern räumt das Recht zur Vervielfältigung und öffentlichen Zugänglichmachung ausschließlich zum Zweck der Nutzung im Rahmen von digitalen Bibliotheken ein und schließt eine Nutzung zu gewerblichen Zwecken aus.

Soll das Objekt mit einem Copyright-Vermerk versehen werden, muss auf VG Wort/ VG Bild|Kunst verwiesen werden: "Wahrnehmung der Rechte durch die VG WORT (§ 51 VGG)".

Was kostet die Lizenzierung?

Die Kosten für die Lizenzen sind im Rahmenvertrag zur Nutzung von vergriffenen Werken in Büchern geregelt und nach Erscheinungszeiträumen gestaffelt.

  • Werke erschienen bis 1920: 5 Euro/ Werk
  • Werke erschienen 1921 - 1945: 10 Euro/ Werk
  • Werke erschienen 1946 - 1965: 15 Euro/ Werk

Die Lizenzgebühren sind pro Werk einmalig zu entrichten. Hinzu kommt die Zahlung von 1 Euro/ Werk als Gebühr für dessen Eintragung im Register vergriffener Werke des DPMA (geregelt in der Verordnung über das Register vergriffener Werke). Beide Beträge werden gebündelt durch die VG Wort in Rechnung gestellt. Die Rechnungsstellung erfolgt halbjährlich für alle in diesem Zeitraum lizenzierten Werke. Zu beachten ist, dass die Eintragungsgebühr von 1 Euro auch für Werke zu entrichten ist, die nach einem Widerspruch durch einen Rechteinhaber nicht nutzbar sind.

Was kostet die Nutzung des Lizenzierungsservices Vergriffene Werke (VW-LiS)?

Die DNB stellt den Lizenzierungsservice privilegierten Institutionen im Sinne des Rahmenvertrags kostenfrei zur Verfügung. Die Kosten für Lizenzierung und Eintragung finden Sie hier.

Wie lange dauert es, bis ich eine Lizenz bekommen kann?

Nach Bekanntmachung der Eintragung des Werks im Register des DPMA beträgt die Wartezeit sechs Wochen. Sie ergibt sich aus der gesetzlich festgelegten Widerspruchsfrist, die es Rechteinhabern erlaubt, sich gegen eine Lizenzierung des Werkes auszusprechen. Nach Ablauf der Frist erfolgt die Lizenzierung, die per E-Mail an die beantragende Institution bekannt gegeben wird. Ist vor Ablauf der Frist ein Widerspruch eingegangen, wird dieser durch die VG Wort geprüft und, sofern es sich um einen berechtigten Widerspruch handelt, die Lizenzierung verweigert. Auch nach Lizenzierung kann jederzeit ein Widerspruch des Rechteinhabers erfolgen.

Welche Materialarten kann ich nutzen?

Das Gesetz erstreckt sich auf Werke, die in Büchern, Fachzeitschriften, Zeitungen, Zeitschriften oder in anderen Schriften veröffentlicht wurden. Derzeit ist die Beantragung nur für monografische Publikationen möglich, da nur hierüber der entsprechende Rahmenvertrag geschlossen wurde. Wann weitere Materialarten folgen hängt vom Fortgang der entsprechenden Verhandlungen ab.

Perspektivisch sollen auch mehrbändige Werke (Materialart Monographie) in den Dienst integriert werden, an der technischen Umsetzung, die aufgrund unterschiedlicher Katalogisierungspraktiken komplex ist, wird bereits gearbeitet.

Warum kann ich noch keine Periodika nutzen?

Es existiert bislang noch kein Rahmenvertrag, der die Umsetzung des Gesetzes für Periodika konkretisiert.

Was passiert, wenn ich ein Werk nutze, das bereits gemeinfrei ist?

Gemeinfreie vergriffene Werke können ohne Einschränkungen frei genutzt werden, da kein urheberrechtlicher Schutz (mehr) besteht. Eine Lizenzierung für die Durchführung einer Digitalisierungsmaßnahme und die öffentliche Zugänglichmachung ist nicht erforderlich. Gemeinfreie vergriffene Werke können jedoch genau wie alle anderen Werke genutzt werden, sofern sie die notwendigen Kriterien erfüllen (erschienen bis 31.12.1965 in den Grenzen der heutigen BRD). Es obliegt der beantragenden Institution zu entscheiden, ob sie vor der Beantragung einer Lizenz das Werk auf Gemeinfreiheit hin überprüfen möchte.

Was passiert, wenn Widerspruch gegen die Nutzung eingelegt wird?

Die Rechteinhaber (z. B. Urheber, Verlage) behalten stets das Recht, gegen die Bereitstellung eines vergriffenen Werks Widerspruch einzulegen. Geht ein Widerspruch ein, so wird dieser von der VG Wort geprüft.

Fall 1: Werk befindet sich im Lizenzierungsprozess
Ist der Widerspruch nicht berechtigt, wird für das Werk nach Ablauf der Widerspruchsfrist von sechs Wochen nach Bekanntmachung der Eintragung im Register eine Lizenz erteilt. Ist der Widerspruch berechtigt, wird keine Lizenz erteilt.

Fall 2: Werk wurde bereits lizenziert
Handelt es sich um einen nachträglichen Widerspruch für ein Werk, das bereits lizenziert wurde, so endet nach Information der Einrichtung die Lizenz mit sofortiger Wirkung. Eine Nutzung ist nur noch aufgrund der gesetzlichen Schrankenregelung zulässig (Archivnutzung nach § 53 Abs. 2 Nr. 2 UrhG). Im Falle eines solchen nachträglichen Widerspruchs werden die Lizenz- und die Eintragungsgebühr nicht zurückerstattet.

Was passiert, wenn das von mir gesuchte Werk bereits lizenziert wurde?

Wenn Sie eine Lizenz für ein Werk beantragen möchten, für das bereits eine oder mehrere Bibliotheken Lizenzierungsanträge gestellt haben, wird Ihnen dies im Lizenzierungsservice anonymisiert mit dem Status "vergriffen: X Antrag/Anträge nach UrhWahrnG gestellt" angezeigt: (1) bei der Recherche über eine Titelliste direkt in der Ergebnisdarstellung oder (2) bei der Recherche über den Katalog der DNB, sobald das gewünschte Werk in den Lizenzierungsservice übertragen wurde und Sie sich mit Ihrer Nutzerkennung angemeldet haben. Auch wenn ein Werk bereits beantragt oder lizenziert wurde, können Sie eine weitere Lizenz beantragen.

Wo bekomme ich weitere Informationen und Beratung?

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an . Bei Fragen an die VG Wort können Sie sich an wenden. 

Fragen zum Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS)

Wie funktioniert der Lizenzierungsservice der DNB?

Ziel des Lizenzierungsservices ist es, den Weg zur Lizenzierung von vergriffenen Werken zu vereinfachen. Zwei Aspekte stehen dabei im Vordergrund: erstens die Feststellung, ob ein Werk vergriffen ist und den gesetzlichen Anforderungen für eine Lizenzierung entspricht, und zweitens die Stellung und Verwaltung von Lizenzanträgen.
Voraussetzung für die Lizenzierung eines vergriffenen Werks ist u. a., dass für dieses kein verlegerisches Angebot mehr existiert, sei es in gedruckter Form, als E-Book oder in einer anderen Form. Um den Lieferbarkeitsstatus zu ermitteln, führt die DNB für alle Werke ihres Bestandes, die den Kriterien des Gesetzes entsprechen (erschienen vor dem 31.12.1965 und in den Grenzen des heutigen Deutschlands), einen Abgleich gegen Lieferbarkeitsverzeichnisse der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (MVB) durch. Für jedes Werk wird der Status "lieferbar" oder "vergriffen" in dessen Metadatensatz vermerkt und kann von Institutionen, die eine Lizenzierung planen, recherchiert werden. Für alle Werke, die vergriffen sind und die die bibliografischen Mindestanforderungen des Gesetzes erfüllen (Titel des Werks, Bezeichnung des Urhebers, Verlag, Veröffentlichungsjahr), kann ein Lizenzantrag gestellt werden.
Dies geschieht über einen Service, in dem sich die lizenzierungswillige Institution als Nutzerin registriert. In ihrem Kundenkonto werden die Rechercheergebnisse zu den von ihr gesuchten Titeln angezeigt. Die Anzeige beinhaltet eine Status-Information, die darüber Auskunft gibt, ob ein recherchiertes Werk lizenziert werden kann. Über eine Auswahlfunktion können alle lizenzierbaren Werke, für die ein Lizenzantrag an die VG Wort gestellt werden soll, ausgewählt und per Mausklick die Beantragung durchgeführt werden.
Das Kundenkonto bietet eine Übersicht der gestellten Anträge und der Rechercheergebnisse; diese können auch exportiert werden.

Wie registriere ich mich für den Lizenzierungsservice?

Zur Nutzung des Lizenzierungsservice müssen Sie sich bei der DNB als Dienstbetreiber registrieren. Zur Erstellung eines Benutzerkontos wenden Sie sich bitte an .

Wie trete ich dem Rahmenvertrag zur Nutzung von vergriffenen Werken in Büchern bei?

Der Beitritt erfolgt durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der VG Wort. Das Formular zur Beitrittserklärung wird von der VG Wort automatisch per E-Mail an den im Lizenzierungsservice registrierten Ansprechpartner einer Institution übermittelt, wenn deren erster Lizenzierungsantrag zur Bearbeitung bei der VG Wort eingegangen ist.
Für Informationen, wer ein vergriffenes Werk nutzen kann, siehe auch hier.

Wo und in welcher Form kann ich vergriffene Werke recherchieren?

Es gibt zwei Möglichkeiten der Recherche: Die Recherche über den Katalog der DNB eignet sich für Einzeltitel und kleinere Titelmengen. Es ist hier zudem möglich, die Suche auf den Teilbestand einzuschränken, der die gesetzlichen Mindestkriterien erfüllt (Erweiterte Suche => Standorte/Kataloge => Teilbestand nach UrhWahrnG).
Nach der Registrierung im Lizenzierungsservice der DNB können umfangreichere Titellisten in den Lizenzierungsservice hochgeladen und automatisiert gegen den DNB-Bestand abgeglichen werden. Voraussetzung für die automatisierte Recherche ist der Upload einer Titelliste in validem MARC 21-XML-Format (max. 3 MB).

Muss ich mich anmelden, um im Katalog der DNB nach vergriffenen Werken recherchieren zu können?

Bei Katalog und Lizenzierungsservice handelt es sich um zwei getrennte Dienste. Deshalb gilt die Registrierung für den Lizenzierungsservice nicht gleichzeitig für den Katalog. Sie müssen nicht angemeldet sein, um im Katalog zu recherchieren. Es kann aber sinnvoll sein, da Sie so die Möglichkeit haben, Ihre Suchhistorie und Trefferlisten ("Meine Auswahl") über die Session hinaus zu speichern.
Um ein Nutzerkonto für den Katalog der DNB anzulegen, klicken Sie bitte hier.

Welches Datenformat und welcher -umfang werden für die automatisierte Recherche akzeptiert?

Für die automatisierte Recherche ist der Upload der Titeldaten in validem MARC 21-XML-Format zwingend erforderlich (max. 3 MB). Wenn Sie diese aus Ihrem Katalogsystem nicht selbst bzw. über Ihre IT-Abteilung erzeugen können, empfehlen wir Ihnen, Ihren Bibliotheksverbund zu kontaktieren und von dort die Daten im erforderlichen Format zu beziehen. Ggf. können Sie die gewünschten Daten auch direkt über dessen SRU-Schnittstelle beziehen. Pro Abgleichsauftrag können maximal 1.000 Titel hochgeladen werden; es ist möglich, mehrere Sets mit jeweils maximal 1.000 Titeln nacheinander hochzuladen und abzugleichen.

Welche Informationen und Möglichkeiten bietet eine Recherche?

Die Recherche liefert Ihnen sowohl Informationen über den Lieferbarkeitsstatus eines Werks als auch über die Möglichkeit, für dieses eine Lizenz zu beantragen.

Fall 1: Titelrecherche über das Portal der DNB
Wenn Sie im Katalog der DNB einen Titel recherchieren, finden Sie in der Titelanzeige unter "Anmerkungen" den Vermerk "Status nach UrhWahrnG". Dieser informiert darüber, ob das betreffende Werk "vergriffen" oder "lieferbar" bzw. die "Prüfung ausstehend" ist.
Weitere Informationen erhalten Sie, wenn Sie den gefundenen Titel in den Lizenzierungsservice übertragen. Nach der Registrierung wird Ihnen angezeigt, ob die Titeldaten die Mindestanforderungen für die Registrierung im Register vergriffener Werke erfüllen. Zugleich wird Ihnen angezeigt, ob ein Titel bereits von einer anderen Institution lizenziert wurde, ob ein Lizenzantrag im Moment bearbeitet wird oder ob eine Lizenzierung dieses Titels schon einmal abgelehnt wurde.

Fall 2: Titelrecherche über Upload einer Titelliste
Wenn Sie eine größere Titelmenge zum Abgleich in den Lizenzierungsservice hochgeladen haben, wird Ihnen als Ergebnis angezeigt, ob die Werke "vergriffen" oder "lieferbar" sind bzw. die "Prüfung ausstehend" ist oder der Abgleich "keinen Treffer im Datenpool" erbrachte. Zugleich wird Ihnen angezeigt, ob ein Titel bereits von einer anderen Institution lizenziert wurde, ob ein Lizenzantrag im Moment bearbeitet wird oder ob eine Lizenzierung dieses Titels schon einmal abgelehnt wurde. Erfüllen die Titeldaten nicht die Mindestanforderungen für die Eintragung im Register vergriffener Werke, wird dies ebenfalls angezeigt (für Informationen zu den verschiedenen Status siehe auch hier).

Titelrecherche über Uploads einer Titelliste: Was bedeutet der Status meines Abgleichsauftrags?

  • angelegt = Titelliste wurde erfolgreich hochgeladen, Abgleich startet automatisch
  • in Bearbeitung = Abgleich gestartet, dies kann je nach Umfang der Titelliste bzw. Menge der hochgeladenen Dateien mehrere Stunden in Anspruch nehmen
  • abgeschlossen = die Ergebnisse sind abrufbar, alle Titel wurden abgeglichen
  • abgeschlossen: Nicht alle Titeldaten konnten verarbeitet werden. = die Ergebnisse sind abrufbar, einzelne Titel konnten nicht abgeglichen werden (Grund hierfür können z. B. einzelne fehlerhafte Datensätze sein oder auch Ein-Wort-Titel, die eine zu hohe Zahl potenzieller Matches beim Abgleich produzieren).

Des Weiteren werden die folgenden Fehlermeldungen ausgegeben:

  • Fehler: unzulässiges Dateiformat: Bitte überprüfen Sie, ob Sie eine XML-Datei hochgeladen haben.
  • Fehler: hochgeladene Daten nicht lesbar. Bitte überprüfen Sie, ob die MARC-Daten vollständig und das XML-Format valide sind.
  • Fehler: Maximum von 1.000 Titeln überschritten

Was bedeuten die Status zur Lieferbarkeit?

Bei einer Suche über den Katalog der DNB sind folgende Status möglich:

  • vergriffen = für das Werk existiert kein verlegerisches Angebot
  • lieferbar = das Werk wird noch oder wieder verlegt
  • Prüfung ausstehend = Abgleich gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse steht noch aus

Bei einer Suche über Datenupload bzw. nach der Übertragung von Titeln aus dem Katalog in den Lizenzierungsservice werden neben den oben genannten außerdem folgende Status ausgegeben

  • vergriffen: Sie haben diesen Titel bereits beantragt = für diesen Titel wurde durch Ihre Institution bereits eine Lizenz beantragt
  • vergriffen: 1 Antrag/Anträge nach UrhWahrnG gestellt = eine oder mehrere Institutionen haben bereits eine Lizenz für diesen Titel beantragt
  • ermittelte Titeldaten der DNB unvollständig = Es wurde ein Match im Datenbestand der DNB gefunden, der gefundene Datensatz erfüllt aber nicht die gesetzlichen Mindestanforderungen (Vollständigkeit). Der Titel kann in dieser Form nicht zur Lizenzierung beantragt werden. Zur Ergänzung von Titeldaten siehe auch hier.
  • gelieferte Titeldaten unvollständig = Die hochgeladenen Titeldaten erfüllen nicht die Bedingungen des Gesetzes auf Vollständigkeit. Dieser Titel kann nicht zur Lizenzierung beantragt werden.

Was bedeutet der Status "Prüfung ausstehend"?

Weist ein Werk den Status "Prüfung ausstehend" auf, so steht der automatisierte Abgleich gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse der MVB erst noch bevor bzw. muss noch einmal wiederholt werden, weil Titelinformationen geändert oder ergänzt wurden. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn bei einem Werk, dessen Urheber bislang nicht katalogisiert war, der Name des Autors ergänzt wurde, oder eine falsche Jahresangabe korrigiert wurde.
Den Status "Prüfung ausstehend" weisen vorläufig zudem viele mehrbändige Werke auf. Aufgrund der Besonderheiten der bibliografischen Verzeichnung konnten diese Werke zunächst nicht in die automatisierten Abgleichsprozesse gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse eingebunden werden.

Was bedeutet der Status "keine Treffer im Datenpool" bei der Recherche durch Datenupload?

Wenn Ihnen nach dem Abgleich einer Titelliste im Lizenzierungsservice für einige Werke der Status "kein Treffer im Datenpool" angezeigt wird, kann das unterschiedliche Gründe haben.
Es kann sein, dass es sich um ein Werk handelt, das nicht in Deutschland und/ oder nach 1965 erschienen ist. Diese Titel fallen nicht unter das Gesetz über die vergriffenen Werke und sind somit nicht Teil des Datenpools, auf dem der Lizenzierungsservice basiert.
Für Werke, die vor 1913 erschienen sind, ist die Abdeckung des DNB-Dienstes noch lückenhaft, da den Recherchen und Abgleichen der Bestand der DNB mit dem Sammlungszeitraum ab 1913 zugrunde liegt. Viele der vor diesem Zeitpunkt erschienenen Werke sind vermutlich bereits gemeinfrei und dürften in geringerem Umfang zur Lizenzierung nachgefragt werden. Trotzdem ist die DNB bemüht, diese Lücken zu schließen und plant daher eine Ausbaustufe, die es ermöglichen wird, auch vor 1913 erschienene Titel zu recherchieren und zu beantragen.
Auch für ab 1913 erschienene Werke kann es in Einzelfällen vorkommen, dass das Werk im Bestand der DNB fehlt und daher kein Abgleich durchgeführt werden konnte. Auch für diesen Fall arbeiten wir an einer Lösung. Wir empfehlen Ihnen jedoch, bei Titeln, die ab 1913 erschienen sind und für die es keinen Treffer gibt, zusätzlich das Werk über den Katalog der DNB zu recherchieren. Da der Abgleich Ihrer MARC 21-XML-Titellisten gegen den DNB-Bestand automatisiert stattfindet, können fehlende bibliografische Informationen oder abweichende Katalogisierungsformate dazu führen, dass der von Ihnen gesuchte Titel nicht eindeutig einem Titel zugeordnet werden konnte, obwohl dieser Titel samt Lieferbarkeitsstatus im DNB-Bestand vorhanden ist.

Warum weisen nicht alle Werke im Katalog der DNB den "Status nach UrhWahrnG" in den Anmerkungen auf?

"Status nach UrhWahrnG" steht für Lieferbarkeitsstatus, der im Portal unter "Anmerkungen" angezeigt wird. Dieser wird standardmäßig nur für solche Titel ermittelt, die unter das Gesetz über die vergriffenen Werke fallen: erschienen bis zum 31.12.1965 in den Grenzen der heutigen BRD.
Zugleich ist der Lizenzierungsservice der DNB derzeit auf monografische Publikationen beschränkt, daher weisen auch mehrbändige Werke und Periodika diese Information nicht auf.

Wie kommen die gefundenen Titel vom Katalog der DNB in den Lizenzierungsservice?

Haben Sie im Katalog der DNB einen Titel gefunden, für den Sie eine Nutzungslizenz beantragen möchten, so können Sie diesen direkt in den Lizenzierungsservice übertragen.
Hierfür wählen Sie in der vollständigen Titelanzeige die Funktion "In meine Auswahl übernehmen". Dies können Sie für beliebig viele Titel wiederholen.
Um die ausgewählten Titel in den Lizenzierungsservice zu übertragen, wechseln Sie in den Menüpunkt "Meine Auswahl". In der Übersichtstabelle der ausgewählten Titel markieren Sie die Titel, für die Sie einen Lizenzantrag stellen möchten und wählen die Aktion "Antrag nach UrhWahrnG § 13d, § 13e", durch die Sie automatisch zum Lizenzierungsservice weitergeleitet werden.

Kann ich größere Titelmengen automatisiert recherchieren?

Wenn Sie eine große Zahl von Titeln recherchieren möchten, empfiehlt sich die automatisierte Suche. Nach der Registrierung im Antragsdienst haben Sie die Option, Titellisten von maximal 1.000 Titeln hochzuladen und abgleichen zu lassen. Voraussetzung hierfür ist der Upload einer Datei in validem MARC 21-XML-Format (max. 3 MB). Der Abgleich erfolgt asynchron und kann je nach Umfang etwas Zeit in Anspruch nehmen. Sobald das Abgleichsergebnis vorliegt, erhalten Sie eine Benachrichtigung per E-Mail an die in Ihrem Nutzerkonto hinterlegte Adresse.

Warum werden nicht alle zur Recherche hochgeladenen Titel gefunden?

Alle Werke aus dem Bestand der DNB, die theoretisch für eine Lizenzierung in Frage kommen, sind in einem Datenpool zusammengetragen worden. Beschreibung des Datenpools siehe auch hier: Gegen diesen Datenpool findet der Abgleich Ihrer hochgeladenen Daten statt. Wenn ein Titel nicht im Datenpool gefunden wurde, kann das verschiedene Gründe haben.

  • Mehrbändige Werke: Aufgrund der schwierigen bibliografischen Verzeichnungssituation konnten mehrbändige Werke zunächst nicht in den Datenpool aufgenommen werden. Eine Erweiterung des Datenpools, in der auch solche Werke recherchiert und lizenziert werden können, ist bereits in Planung.
  • Zeitschriften: Es kann vorkommen, dass in den bibliografischen Daten, die eine Institution recherchiert, einzelne Titel als monografische Publikation verzeichnet sind, diese jedoch im DNB-Bestand als Zeitschrift geführt werden. Da für Zeitschriften noch keine vertragliche Rahmenvereinbarung existiert, ist diese Materialart bei der Erstellung des Datenpools nicht berücksichtigt worden.
  • Werke erschienen nach 1965: Das Gesetz über die vergriffenen Werke umfasst nur Titel, die bis einschließlich 31.12.1965 erschienen sind. Werke mit späterem Erscheinungsjahr sind nicht Teil des Datenpools.
  • Werke, die nicht in Deutschland erschienen sind: Werke, die nicht mindestens einen deutschen Erscheinungsort aufweisen, sind nicht Teil des Datenpools.
  • Werke erschienen vor 1913: Der Datenpool basiert derzeit auf dem Bestand der Deutsche Nationalbibliothek, deren gesetzlicher Sammelauftrag mit dem Erscheinungsjahr 1913 beginnt. Eine Erweiterung des Datenpools, in dem auch Werke außerhalb des DNB-Bestandes über den Upload einer Titelliste recherchiert und lizenziert werden können, ist in Planung.

Wie kann ich Titel beantragen, die in der Recherche nicht gefunden werden?

Derzeit stellt der Bestand der DNB die Datenbasis für den Abgleich gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse der MVB dar. Dieser Bestand bildet den Referenzpunkt für den Lizenzierungsservice insgesamt. Aufgrund des Sammlungszeitraums ab 1913 ist es möglich, dass vor 1913 erschienene Werke bei der Recherche nicht gefunden werden. In seltenen Fällen kann dies auch bei nach 1913 erschienenen Werken der Fall sein (siehe auch hier). Um einen Lizenzantrag stellen zu können, ist es technisch zwingend erforderlich, dass für das zu lizenzierende Werk ein Treffer bei der Suche im Datenpool erzielt wurde. Daher können solche Werke derzeit noch nicht lizenziert werden.
Eine Ausbaustufe des jetzigen Dienstes, der es ermöglichen wird, auch für solche Titel den Lieferbarkeitsstatus zu ermitteln und Lizenzanträge zu stellen, befindet sich in der Planung.

Wie sicher ist die Recherche zum Lieferbarkeitsstatus?

Der Prozess zur Ermittlung der Lieferbarkeit ist hier ausführlich beschrieben.

Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Beantragung einer Lizenz für ein vergriffenes Werk im Sinne des § 13d UrhWG sowie die Einhaltung der Voraussetzungen hierfür liegt grundsätzlich bei der beantragenden Einrichtung. Eine Haftung der DNB für Schäden, die infolge einer Lizenzierung von Werken entstehen, die nicht unter die Regelung des § 13d UrhWG fallen, ist ausgeschlossen, sofern die DNB nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig von den veröffentlichten Kriterien abweicht.

Welche Regeln liegen dem automatisierten Abgleich gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse der MVB zugrunde?

Die Regeln und der Prozess des Abgleichs gegen die Lieferbarkeitsverzeichnisse sowie gegen den Bestand der DNB, auf dem der Datenpool des Lizenzierungsservices basiert, sind hier ausführlich beschrieben.

Wie viele Titel kann ich beantragen?

Es gibt keine Obergrenze, beliebig viele Titel können beantragt werden. Zu beachten ist jedoch, dass es für die Recherche von größeren Titellisten eine Obergrenze von maximal 1.000 Titeln pro Abgleichsauftrag gibt.

Warum kann ich nicht alle gefundenen Titel beantragen?

Für die Lizenzierung eines Werks ist nicht nur entscheidend, dass es vergriffen ist, sondern auch, dass es die bibliografischen Mindestanforderungen erfüllt, die das Gesetz vorschreibt. In das Register vergriffener Werke sind folgende Daten einzutragen: Titel des Werks, Bezeichnung des Urhebers, Datum der Veröffentlichung sowie der Verlag, von dem es veröffentlicht wurde. Nur wenn die Vollständigkeit der Titeldaten gegeben ist, kann ein Lizenzantrag ausgelöst werden. Diese Vollständigkeit wird von dem Lizenzierungsservice der DNB automatisch geprüft.

Ein vergriffener Titel weist keine vollständigen Titeldaten auf. Wo kann ich diese ergänzen lassen?

Wenn ein Werk aufgrund von fehlenden bibliografischen Informationen nicht beantragt werden kann, z. B. weil der Name des Verlags im Datensatz der DNB fehlt, Ihnen die benötigte Information aber vorliegt und Sie diese ergänzen möchten, wenden Sie sich bitte an .

Was bedeuten die Informationen zum Status eines Titels, die nach der Beantragung angezeigt werden?

Sobald für einen Titel ein Lizenzantrag an die VG Wort übermittelt wurde, wird für diesen der jeweils aktuelle Bearbeitungsstatus angezeigt. Folgende Status sind möglich:
Lizenz beantragt = Antrag ist an die VG Wort übermittelt, die Widerspruchsfrist von sechs Wochen läuft
Lizenz verweigert = aufgrund eines Widerspruchs innerhalb der sechswöchigen Frist kann keine Lizenzierung erfolgen
Lizenz erteilt = die Widerspruchsfrist von sechs Wochen ist abgelaufen, das Werk ist damit nutzbar.
Lizenz zurückgenommen = ein Rechteinhaber hat der Nutzung nachträglich widersprochen, die Lizenz verliert damit ihre Gültigkeit. Die Gebühren werden nicht erstattet.

Wie lange dauert es von der Beantragung bis zur Lizenz?

Sofern kein Widerspruch gegen die Nutzung eingeht, erfolgt die Lizenzierung ca. sechs Wochen nach der Stellung des Lizenzantrags durch die VG Wort.

Wie kann ich einen Antrag wieder rückgängig machen?

Der Lizenzierungsservice gibt einer Institution die Möglichkeit, einen gestellten Antrag über ihr Nutzerkonto wieder zurückzuziehen. Dies ist jedoch nur im Rahmen der sechswöchigen Widerspruchsfrist möglich, da nach deren Ablauf die Lizenzierung direkt erfolgt.

Was passiert, wenn ein lizenzierter Titel wieder neu verlegt wird?

In diesem Fall kann der Rechteinhaber beim DPMA oder der VG Wort Widerspruch einlegen, die Lizenz endet nach Prüfung des Widerspruchs und entsprechender Information durch die VG Wort.

Was passiert, wenn ein Rechteinhaber nachträglich Widerspruch einlegt?

Rechteinhaber können sich nicht nur im Rahmen der sechswöchigen Widerspruchsfrist, sondern jederzeit auch nach einer Lizenzierung und Bereitstellung durch eine Institution gegen die Nutzung ihres Werks aussprechen. Tritt dieser Fall ein, so sind alle durch die Lizenz eingeräumten Nutzungshandlungen umgehend zu unterlassen. Die durch Registrierung und Lizenzierung entstandenen Kosten werden nicht rückerstattet (siehe auch Rahmenvertrag). Auf der anderen Seite hat der Rechteinhaber keine Ansprüche gegenüber der Bibliothek.

Kann ich Daten aus dem Lizenzierungsservice herunterladen?

Über das Benutzerkonto einer Institution können Übersichten der selbst gestellten Anträge und recherchierten Titel im CSV-Format exportiert werden.

Kann ich die eigenen Anträge bestimmten Projekten zuordnen?

Ja, in ihrem Benutzerkonto kann eine Institution Projektcodes für einzelne Werke oder Gruppen von Werken vergeben.

Wie lange werden Informationen zu gestellten Anträgen im Benutzerkonto gespeichert?

Derzeit ist eine Speicherdauer von maximal fünf Jahren vorgesehen.

Last update: 15.12.2016

Short-URL: http://www.dnb.de/vwlisfaq

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