Navigation und Service

Bayerische Staatsbibliothek

Bayerische Staatsbibliothek (BSB) Logo

Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) ist die zentrale Landes- und Archivbibliothek des Freistaates Bayern. Gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin und der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt und Leipzig bildet sie die virtuelle Nationalbibliothek Deutschlands.
Mit dem herausragenden Bestand von 93.000 Handschriften, der weltweit größten Zahl von 19.900 Inkunabeln sowie über 55.000 laufenden Zeitschriften und knapp zehn Millionen gedruckten Bänden (Stand: Ende 2009) gehört die Bayerische Staatsbibliothek zu den bedeutendsten Wissens- und Forschungszentren der Welt. Gleichzeitig stellt sich die Bibliothek den Herausforderungen der Zukunft: Sie baut ihre digitalen und internetbasierten Bestände, Angebote und Dienste konsequent aus, beispielsweise im Bereich elektronischer Medien - insbesondere der Zeitschriften, der Massendigitalisierung und der digitalen Langzeitarchivierung sowie der Entwicklung innovativer Informationstechnologien und -services.


Kompetenzen und Schwerpunkte im Bereich der Langzeitarchivierung

Seit 1997 verfügt die Bayerische Staatsbibliothek mit dem Münchener Digitalisierungszentrum über eine zentrale Innovationseinheit für die Entwicklung, Erprobung und Inbetriebnahme neuer Prozesse im Bereich "Digitale Bibliothek", derzeit im Besonderen für die (Massen-) Digitalisierung, die Produktion, Verwaltung und Bereitstellung sowie Langzeitarchivierung elektronischer Ressourcen.
Im Rahmen ihres in der obigen Beschreibung skizzierten Aufgabenspektrums übernimmt die BSB Verantwortung für die Langzeitarchivierung:
• der im Haus oder von Kooperationspartnern bzw. Dienstleistern erstellten Retrodigitalisate
• der aufgrund rechtlicher Vorgaben in ihren Sammelauftrag fallenden Veröffentlichungen in digitaler Form (z.B. elektronische amtliche Veröffentlichungen Bayerns, der Länder und des Bundes)
• der im Rahmen ihrer Sondersammelgebiete bzw. Virtuellen Fachbibliotheken gesammelten und erschlossenen digitalen Ressourcen und Websites
• sowie aller weiteren E-Medien, die an der BSB selbst produziert wurden oder für die im Rahmen einer Lizenzierung (z.B. Bayern-Konsortium, Nationallizenzen) die entsprechende Rechte erworben wurden.

Das gemeinsam mit dem Leibniz-Rechenzentrum als strategischem Partner aufgebaute und betriebene Bibliothekarische Archivierungs- und Bereitsstellungssystem (BABS) bildet dabei die zentrale organisatorisch-technische Infrastruktur für die digitale Langzeitarchivierung an der Bayerischen Staatsbibliothek. Bis Ende März 2010 war via BABS ein Datenvolumen von 205 TB bzw. 355 Millionen Dateien archiviert. Derzeit wird das System im Rahmen eines DFG-Projektes bis Ende 2010 hinsichtlich Vertrauenswürdigkeit und Skalierbarkeit überprüft und verbessert. Mit der Einführung des Langzeitarchivie-rungssystems Rosetta wird eine Qualitätssteigerung vor allem hinsichtlich der Langzeitverfügbarkeit der archivierten Objekte angestrebt. Besondere Schwerpunkte der Forschung bilden derzeit die Vertrauenswürdigkeit von digitalen Archiven, kooperative Organisationsmodelle und die Standardisierung. Im Rahmen einer gemeinsam mit der Universität der Bundeswehr München durchgeführten Studie wurden Organisations- und Geschäftsmodelle für die Langzeitarchivierung von Digitalisaten entwickelt. Die Ergebnisse und Erfahrungen, die in den unterschiedlichen Projekten mit einer Vielzahl an Partner gesammelt werden konnten, werden von der BSB aktiv in die nationale und internationale Community (u.a. nestor, Arbeitsgruppen des DIN und ISO) eingebracht.
Mehr Informationen finden sie unter: www.babs-muenchen.de

Ansprechpartner

Dr. Markus Brantl
Münchener Digitalisierungszentrum/Digitale Bibliothek
Bayerische Staatsbibliothek
80328 München
Tel: +49 89 28638-2394, Fax: -12394

Dr. Astrid Schoger
Münchener Digitalisierungszentrum/Digitale Bibliothek
Bayerische Staatsbibliothek
80328 München
Tel: +49 89 28638-2600, Fax: -2672
astrid.schoger@bsb-muenchen.de

Letzte Änderung: 30.03.2012

Diese Seite