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Geschichte

2019: Frankfurt am Main

  • Vortrag von Thomas B. Schumann: "Deutsche Künstlerinnen und Künstler im Exil. Die Sammlung Memoria von Thomas B. Schumann"
    Unter den etwa zehntausend Kulturschaffenden, die von den Nationalsozialisten ins Exil vertrieben wurden, waren auch etwa tausend bildende Künstlerinnen und Künstler. Die meisten von ihnen wurden nach 1945 vergessen – zu Unrecht, wie auch die mehr als siebenhundert Werke umfassende Sammlung Memoria von Thomas B. Schumann belegt. Der Verleger, Autor und Hermann-Kesten-Preisträger 2017 berichtet anhand eindrucksvoller Bild-Beispiele von der Entstehung und Ausrichtung seiner Sammlung.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
  • Ausstellungseröffnung: "Oskar Maria Graf: Rebell, Weltbürger, Erzähler"
    Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 präsentiert eine Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus
    Die Ausstellung zeigt den bayerischen Dichter Oskar Maria Graf (1894–1967) als internationalen, weltoffenen und zugleich rebellischen Schriftsteller. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Zeit des Exils und die Frage nach der "wahren Heimat". Von 1933 bis 1938 lebte Graf in Wien und Brünn und ab 1938 in der Metropole New York, deren Vielfalt und Vitalität er liebte. Als Autor von weltliterarischem Rang schrieb er im Exil seine größten Werke – Texte, die vor dem Hintergrund der heutigen weltpolitischen Lage von großer Aktualität sind und deren Wiederentdeckung lohnt.
    Die Ausstellung des Literaturhauses München in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek und der Monacensia im Hildebrandhaus ist zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945

  • Buchvorstellung und Gespräch mit Wolfgang Benz, Johannes Czwalina und Dan Shambicco: "Nie geht es nur um Vergangenheit"
    Es gibt nur noch wenige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, und bald werden wir nur noch Berichte aus zweiter Hand hören können. In dem Buch "Nie geht es nur um Vergangenheit" erzählen ehemalige Flüchtlinge, deren Heimat in der Zwischenzeit das Dreiländereck Deutschland – Schweiz – Frankreich geworden ist oder deren Fluchtweg diese Gegend gekreuzt hat, von ihren tiefgreifenden Erlebnissen.
    Sie berichten von Feigheit und Denunziation, aber auch von Mut und Hilfsbereitschaft. Dabei kommen nicht nur letzte Überlebende des Holocaust und deren Kinder, sondern auch Nachkommen von Täterinnen und Tätern zu Wort, die bis heute selbst unter den Verbrechen ihrer Vorfahren leiden.
    "Nie geht es nur um Vergangenheit" macht deutlich, dass Vergangenheit und Gegenwart nicht getrennt voneinander betrachtet werden können.
    Die Herausgeber Wolfgang Benz, Johannes Czwalina und Dan Shambicco stellen ihre jüngste Publikation vor und lesen aus Beiträgen des Buches.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek


2019: Leipzig

  • Buchvorstellung und Gespräch mit Wolfgang Benz, Johannes Czwalina und Dan Shambicco: "Nie geht es nur um Vergangenheit"
    Es gibt nur noch wenige Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt haben, und bald werden wir nur noch Berichte aus zweiter Hand hören können. In dem Buch "Nie geht es nur um Vergangenheit" erzählen ehemalige Flüchtlinge, deren Heimat in der Zwischenzeit das Dreiländereck Deutschland – Schweiz – Frankreich geworden ist oder deren Fluchtweg diese Gegend gekreuzt hat, von ihren tiefgreifenden Erlebnissen.
    Sie berichten von Feigheit und Denunziation, aber auch von Mut und Hilfsbereitschaft. Dabei kommen nicht nur letzte Überlebende des Holocaust und deren Kinder, sondern auch Nachkommen von Täterinnen und Tätern zu Wort, die bis heute selbst unter den Verbrechen ihrer Vorfahren leiden.
    "Nie geht es nur um Vergangenheit" macht deutlich, dass Vergangenheit und Gegenwart nicht getrennt voneinander betrachtet werden können.
    Die Herausgeber Wolfgang Benz, Johannes Czwalina und Dan Shambicco stellen ihre jüngste Publikation vor und lesen aus Beiträgen des Buches.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek


2018: Frankfurt am Main

  • Buchvorstellung: "Hermann Broch – Frank Thiess. Der Briefwechsel einer intellektuellen Freundschaft".
    Buchvorstellung mit Thedel von Wallmoden und Paul Michael Lützeler.

    Hermann Broch war bereits Mitte Vierzig, als er 1930 den ersten Band seiner "Schlafwandler"-Romantrilogie veröffentlichte. In Wien lernte er 1928 Frank Thiess kennen, einen der erfolgreichsten Schriftsteller der Weimarer Republik. Nach der Annexion Österreichs musste Broch aufgrund seiner jüdischen Herkunft in die USA flüchten. Thiess hingegen glaubte, Deutschland nicht verlassen zu können. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die sich in der Zwischenkriegszeit festigte und sich auch nach 1945 bewährte. Ihr langjähriger Briefwechsel besticht durch die Offenheit in der Kritik an ihren Büchern und spiegelt eine Zeit voller politischer und gesellschaftlicher Umstürze. Paul Michael Lützeler, Professor für deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Washington University in St. Louis (USA), und Thedel von Wallmoden, Gründer und Leiter des Wallstein Verlags, stellen den jüngst erschienenen Briefwechsel vor.

    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Wallstein Verlag und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

  • Buchvorstellung und Bühnengespräch: "Rettet wenigstens die Kinder".

    Nach den Novemberpogromen 1938 konnten etwa 20.000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei durch die sogenannten Kindertransporte gerettet werden. Im Mittelpunkt des Buches "Rettet wenigstens die Kinder", stehen ihre Lebensgeschichten und die Schicksale ihrer Familien. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch den Pianisten Professor Dr. Joachim Reinhuber, dessen Mutter durch einen Kindertransport gerettet wurde, und seinen Sohn Noah Reinhuber, Bariton.
    Etwa die Hälfte der geretteten Kinder kam nach England. So auch Renata Harris, deren Mutter Grete von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurde.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt am Main


  • Lesung: "Lieber und verehrter Onkel Heinrich". Inge Jens und Uwe Naumann lesen aus Briefen und Texten von Klaus und Heinrich Mann.

    Die Lesung, die begleitend zur Wechselausstellung "Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann" stattfindet, widmet sich einem besonderen Aspekt der facettenreichen Familiengeschichte der Manns: der Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann.
    Die ausgewiesenen Experten zur Familie Mann, Inge Jens und Uwe Naumann, lesen aus Briefen und Texten von Klaus und Heinrich Mann und geben Einblicke in eine Beziehung, die weniger durch persönliche, denn durch intellektuelle Nähe bestimmt war.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek


  • Lesung mit Jana Schulz und Michael Schütz: "Geraubte Heimat!?"
    Lesung aus Exponaten der Dauerausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis".

    Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Die Heimat, die sie mit dem Weg ins Exil verließen, war ihnen oft schon vorher geraubt worden. Davon zeugen vielfältige Exponate der Dauerausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis", aus denen die Schauspieler Jana Schulz und Michael Schütz an diesem Abend lesen. Den Geflüchteten gemeinsam war, dass sie ausgegrenzt und verfolgt wurden. Die Erfahrungen des Exils waren jedoch vielfältig und individuell: Erfahrungen von Bruch und Verlust ebenso wie von Neuanfang und Zugewinn. Die Lesung erlaubt einen facettenreichen Blick auf die Erfahrungen einer geraubten Heimat, aber auch auf die Hoffnungen auf einen Neuanfang im Exil.
    Die Lesung findet begleitend zur Tagung "Archive und Museen des Exils" statt.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit HR2-Kultur im Rahmen der Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945" im Historischen Museum Frankfurt. Eine Ausstellung des Fritz Bauer Instituts und des Hessischen Rundfunks


  • Ausstellungseröffnung: "Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann"
    Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus (München) zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933-1945, mit Vortrag des Kurators Uwe Naumann

    Die Ausstellung "Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann" präsentiert die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann. Dokumentiert werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller, die eine große politische Nähe verband und die im Exil zu wichtigen Repräsentanten des künstlerischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus wurden. Neben der Zeit des Exils nimmt die Ausstellung auch die Jahre der Weimarer Republik und des Nachkriegs in den Blick.
    Die Ausstellung, die zuerst in der Monacensia im Hildebrandhaus zu sehen war, ist nun zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945


  • Lesung und Verleihung des OVID-Preises an Herta Müller: "Was man nicht sagen kann, kann man schreiben".

    Zum zweiten Mal verleiht das PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland den OVID-Preis. In diesem Jahr wird die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die Laudatio hält der Literaturwissenschaftler Guy Stern, der im vergangenen Jahr den Preis erhielt. Der OVID-Preis soll die in der Charta des Internationalen PEN niedergelegten Grundsätze fördern. Namensgeber ist der römische Dichter Ovid, der wegen seines literarischen Schaffens ins Exil verbannt wurde.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland


  • Lesung und Gespräch mit Martin Wuttke, Sylvia Asmus und Hans-Willi Ohl: "Widerstand erzählen: Anna Seghers 'Das siebte Kreuz'"
    Widerstand erzählen, das hat Anna Seghers mit ihrem Buch getan. Handle hier und jetzt – das ist die Botschaft dieses Romans, den Anna Seghers ab 1938 im Exil schrieb. Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und Hans-Willi Ohl, Vorsitzender der Anna-Seghers-Gesellschaft, gehen der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Romans nach. Es liest der Schauspieler Martin Wuttke.
    Eine Veranstaltung von hr2-kultur und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek im Rahmen von "Frankfurt liest ein Buch".
    Moderation: Ruthard Stäblein (hr2-kultur)


  • Ausstellungseröffnung: Dauerausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis"
    "Exil. Erfahrung und Zeugnis" – erstmals in seiner mehr als 60-jährigen Geschichte eröffnet das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek eine Dauerausstellung.
    Begrüßung: Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek
    Grußwort: Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien
    Video-Grußbotschaft des Zeitzeugen Ernest Glaser
    Vortrag: Dr. Doron Rabinovici: "Das Versagen der Heimat"
    Einführung in die Ausstellung: Dr. Sylvia Asmus, Leiterin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945
    Musik: Vassily Dück, Akkordeon
    Was bedeutet es, ins Exil gehen zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil? Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Der spezifische Zuschnitt des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek erlaubt einen multiperspektivischen Blick auf dieses Exil.
    Eingebettet in einen Prolog und einen Epilog gliedert sich die Ausstellung in drei thematische Hauptkapitel: Auf der Flucht – Im Exil – Nach dem Exil. Dabei erzählt jedes Exponat die Geschichte einer individuellen historischen Erfahrung.
    Ein Zeitstrahl, eine Weltkarte sowie Tablet-PCs an den Leseplätzen bieten historische, politisch-geografische und biografische Hintergrundinformationen zu den Exponaten. Im Epilog rückt die Geschichte der Zeugnisse selbst in den Mittelpunkt. Wie wurden sie überliefert und wie kamen sie ins Archiv?

  • Freischaltung der virtuellen Dauerausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945: "Exil. Erfahrung und Zeugnis"
    exilarchiv.dnb.de

  • Schenkung des Teilarchivs Siegfried Sudhof

  • Erwerbung des Splitternachlasses Juda Ari Wohlgemuth

  • Erwerbung des Teilnachlasses Arthur Seehof

  • Schenkung des Splitter-Archivs des Verbandes deutschsprachiger Schriftsteller in Israel

  • Erwerbung des Teilnachlasses Adin Theilhaber

  • Erwerbung des Teilarchivs des Persona-Verlages

  • Erwerbung des Teilnachlasses Elsa Gabba

  • Schenkung des Teilnachlasses Roberto Schopflocher

2017: Frankfurt am Main

  • Vortrag von Wilhelm von Sternburg: "Walther Rathenau – Leben und Werk eines konservativen Liberalen"
    Geboren vor 150 Jahren, wurde der spätere Außenminister der Weimarer Republik, Walther Rathenau, zum Repräsentanten eines neuen Bürgertums, das den wirtschaftlichen Aufbruch Deutschlands und den Weg der europäischen Staatenwelt in den Ersten Weltkrieg entscheidend mitbestimmen sollte. Dabei blieb er stets ein Außenseiter – auch als Jude in einer Gesellschaft mit latentem und bald virulentem Antisemitismus. Als Walther Rathenau 1922 von Rechtsradikalen auf offener Straße niedergeschossen wurde, versammelte sich das demokratische Deutschland zum letzten Mal zu einem massenhaften Protest gegen den rassistischen Wahn und die Stimmen der Gewalt, die die deutsche Republik schließlich zerstören sollten.
    Der Publizist Wilhelm von Sternburg spricht über Leben und Werk eines konservativen Liberalen, der die Widersprüche seiner Epoche widerspiegelt


  • Lesung mit Albert M. Debrunner: "Zu Hause im 20. Jahrhundert" – Hermann Kesten
    Hermann Kesten (1900–1996) war eine Jahrhundertgestalt. Der Freund Erich Kästners, Joseph Roths und Ernst Tollers, Autor, Herausgeber und Cheflektor beim Verlag Kiepenheuer in Berlin emigrierte bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 nach Paris. 1940 gelang ihm die Weiterflucht in die USA. Dort war er an der Gründung der Hilfsorganisation Emergency Rescue Committee (ERC) beteiligt. Die Akten des ERC befinden sich heute im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek. Hermann Kesten kehrte 1953 dauerhaft nach Europa zurück, in Deutschland ließ er sich jedoch nicht mehr nieder. Er war ein gewichtiger Akteur der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur und verfasste zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays. Mit Albert M. Debrunners Biografie liegt nun die erste zusammenhängende Darstellung von Kestens Leben vor.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher


  • Lesung und Preisverleihung: "Alles wandelt sich – Echos auf Ovid"
    Vor zweitausend Jahren starb der römische Dichter Ovid in der Verbannung am Schwarzen Meer. Mit seinen Metamorphosen, den Büchern der Verwandlungen, hat er ein Werk geschaffen, das bis heute bedeutsam ist. Zweitausend Jahre später lud das PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland (vormals Deutscher PEN-Club im Exil) die Mitglieder deutschsprachiger PEN-Zentren dazu ein, in eigenen Texten den Spuren nachzugehen, die das Werk Ovids in ihrem literarischen Kosmos hinterlassen hat. Im Rahmen der Veranstaltung werden vier der beteiligten Autorinnen und Autoren, Renate Ahrens, Susanne Fritz, Gisela Holfter und Utz Rachowski, ihre Texte vorstellen.
    Zudem vergibt das PEN-Zentrum im Jahr 2017 erstmalig den OVID-Preis und zeichnet den Literaturwissenschaftler Professor Guy Stern für sein Lebenswerk aus. Die Laudatio hält Renate Ahrens. Durch den Abend führt Gabrielle Alioth.
    Mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft für das Buch e.V.

  • Lesung: "Und draußen weht ein fremder Wind..." Über die Meere ins Exil
    Von den Nationalsozialisten verfolgt, machten sich jüdische Frauen auf den Weg ins Exil und mussten sich dabei vielen Herausforderungen stellen. Anhand von Tagebüchern, Briefen, Gedichten sowie unveröffentlichten Bild- und Textdokumenten und literarischen Zeugnissen aus den im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main befindlichen Nachlässen jüdischer Emigrantinnen zeichnet Dr. Kristine von Soden diese Exilwege nach.

  • Vortrag: "Trotz alledem" – Zum 100. Geburtstag von Ernesto Kroch. Vortrag von Wolfgang Benz und Gespräch mit Eva Weil-Kroch
    Das Leben von Ernesto Kroch ist auch die Geschichte eines zweifachen Exils. Bereits in seiner frühen Jugend war er in der kommunistischen und antifaschistischen Bewegung aktiv, floh er 1938 über Italien und Frankreich nach Uruguay. Im Exil war er weiterhin politisch aktiv, auch nach dem Militärputsch 1973. Die Militärdiktatur zwang Kroch erneut zur Flucht: Er kehrte 1982 nach Deutschland zurück, ging aber nach dem Ende der Militärdiktatur wieder nach Uruguay. Bis zu seinem Tod 2012 setzte sich Ernesto Kroch aktiv für eine demokratische Gesellschaftsordnung ein. Sein Nachlass befindet sich seit 2016 im Deutschen Exilarchiv 1933–1945.

  • Symposium: "… AUF EISIGEM BERGFIRST TANZEN …" – Symposium zu Werk und Wirkung Ludwig Meidners
    Ludwig Meidner (1884–1966) zählt zu den bedeutendsten Vertretern des urbanen Expressionismus und zu den wichtigsten jüdischen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
    Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek und das Jüdische Museum Frankfurt, das in seinem Ludwig Meidner-Archiv den künstlerischen Nachlass Meidners betreut, veranstalten gemeinsam ein wissenschaftliches Symposium.

  • Vortrag: "Entartete Kunst" 80 Jahre danach. Anmerkungen zu einem epochalen Ereignis
    Der Vortrag von Dr. Mario-Andreas von Lüttichau (Museum Folkwang), ist Teil des Symposiums zu Werk und Wirkung Ludwig Meidners, das das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum in Frankfurt veranstaltet

  • Erwerbung des Archivs Hans Albert Walter

2017: Leipzig

  • Projektpräsentation: "ReMembering – Jüdische Lebenserinnerungen." Ein Netzwerk zur Stadtgeschichte Leipzigs
    Wie können wir in einer Zukunft ohne Zeitzeugen die Erinnerung an die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der ehemaligen jüdischen Bevölkerung Leipzigs wachhalten? Jane Wegewitz und Tom Pürschel von der Projektgruppe "EnterHistory!" stellen ein Projekt zur digitalen Stadtgeschichte vor, das autobiografische Quellen in den Fokus rückt, zur Selbstreflexion der Nutzerinnen und Nutzer anregt und insbesondere Jugendliche für den Umgang mit historischen Themen sensibilisieren möchte.
    Eine Veranstaltung von "EnterHistory!" und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek im Rahmen der Jüdischen Woche in Leipzig

  • Musik-Text-Bild-Collage von und mit Evelin Förster (Gesang) und Nikolai Orloff (Piano): "Henry Love und Peter Perten – zwei Frauen der Unterhaltungskunst"
    "Das alte Lied" – damit erzielte Henry Love (eigentlich Hilde Loewe) als Komponistin ihren Durchbruch. Ihr männliches Pseudonym gab sie sich auf Anraten ihres Musikverlages. Auch die Schriftstellerin Ruth Feiner legte sich ein solches zu und nannte sich Peter Perten. Beide im Genre der Unterhaltung tätigen Frauen hielten ein Pseudonym in der männlich dominierten Berufswelt für unerlässlich. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft haben Ruth Feiner Berlin und Hilde Loewe Wien verlassen und gingen nach London ins Exil.
    In der von Evelin Förster zusammengestellten Musik-Text-Bild-Collage werden die späten 1920er- und frühen 1930er-Jahre wieder belebt. Der Nachlass von Hilde Loewe und eine Sammlung zu Ruth Feiner befinden sich im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek


2016

  • Die beiden Exilsammlungen der Deutschen Nationalbibliothek (das "Deutsche Exilarchiv 19331945" in Frankfurt am Main und die "Sammlung Exil-Literatur 19331945" in Leipzig) werden fachlich und organisatorisch zusammengeführt

2016: Frankfurt am Main

  • Begleitveranstaltung im Rahmen der Ausstellung "DEUTSCH UND JÜDISCH – Momentaufnahmen der deutsch-jüdischen Geschichte": Bertha Pappenheim (1859–1936) – Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Sozialarbeiterin
    Dr. Natalie Naimark-Goldberg (Research Fellow am Leo Baeck Institute Jerusalem)
    Professor Dr. Christian Wiese (Stellvertretender Vorsitzender der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft des Leo Baeck Institute.

  • 6. Dezember: Ausstellungseröffnung "DEUTSCH UND JÜDISCH – Momentaufnahmen der deutsch-jüdischen Geschichte"
    Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek präsentiert eine Ausstellung des Leo Baeck Institute New York | Berlin
    Begrüßung: Dr. Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek
    Grußwort: Dr. Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt
    Einführung in die Ausstellung: Dr. Miriam Bistrovic, Berlin Representative des Leo Baeck Institute – New York | Berlin
    Eröffnungsvortrag: Dr. Schimon Staszewski, Vorsitzender des 'Freunde und Förderer des Leo Baeck Institutes e.V.'

  • Podiumsdiskussion: Gedächtnis verbindet. Kulturelle Teilhabe und kulturelles Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft. Podiumsgespräch mit Micha Brumlik, Shermin Langhoff und Boris Schumatsky, Moderation: Michel Friedman. Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft für das Buch e.V.

  • Lesung und Gespräch: "Die Briefe der Manns – Ein Familienporträt"
    Mit dem Herausgeber Tilmann Lahme und den Schauspielern Corinna Harfouch und Torben Kessler
    Moderation: Ruthard Stäblein, hr2-kultur
    Eine Kooperation von hr2-kultur, S. Fischer Verlage, Hörverlag und Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

  • Buchvorstellung: "Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie". Lesung und Interview mit Sacha Batthyany
  • Ausstellung "Wir brauchen einen ganz anderen Mut!" Stefan Zweig Abschied von Europa. Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek präsentiert eine Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums Wien

  • Aufnahme des Splitternachlasses Paul Roubiczek

  • Schenkung des Splitternachlasses der Familie Wiedemann

  • Schenkung des Splitternachlasses Stefanie Zweig

  • Erwerbung des Nachlasses Ernesto Kroch

2016: Leipzig

  • Präsentation: "Im Namen des Volkes!" – Hinter den Kulissen des Nürnberger Prozesses Vorstellung des Hörbuchs mit Jochanan Shelliem. Der ARD-Hörfunk-Journalist Jochanan Shelliem stellt sein Hörbuch-Feature vor, das mit den Nürnberger Prozessen einen Meilenstein deutscher Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

2015: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Antirassistische Leseshow: Hate Poetry. Ein Team von Journalistinnen und Journalisten liest aus den rassistischen Hassbriefen, die sie regelmäßig erhalten. Eine kluge, witzige und spielerische Form des Aufbegehrens gegen den alltäglichen Rassismus. Eine Performance, die mit den Anfeindungen gegen die Anfeindungen interveniert.
  • 23. November: Ausstellungseröffnung: "Wir brauchen einen ganz anderen Mut!" Stefan Zweig Abschied von Europa. Das Deutsche Exilarchiv 19331945 der Deutschen Nationalbibliothek präsentiert eine Ausstellung des Österreichischen Theatermuseums Wien. Zur Eröffnung führt der Kurator und Direktor des Stefan Zweig Centre Salzburg, Klemens Renolder, in die Ausstellung ein. Im Anschluss liest der Schauspieler und Sprecher Jochen Nix aus Texten des Autors
  • Musikalische Lesung: "In Nürnberg machten sie ein Gesetz" Die Ballade von Bertolt Brecht weist vorausschauend auf die barbarischen Ereignisse der Pogromnacht vom 9. November 1938. Anna Haentjens (Gesang / Rezitation) und Sven Selle (Klavier) lassen in ihrem Programm jüdische und andersdenkende Künstlerinnen und Künstler zu Wort kommen, die von den Nationalsozialisten als "entartet" bezeichnet und verfolgt wurden
  • Buchvorstellung: "Das Jahrhundert der Manns". Lesung mit Manfred Flügge aus seiner Familienbiografie über die gesamte Mann-Familie
  • Buchvorstellung: "Quelle lebender Bücher"; Die Bibliothek der Israelitischen Cultusgemeinde in Zürich feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Buch, das am 8. Juli 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main vorgestellt wird. 75 Nutzerinnen und Nutzer beschreiben darin ihr Lieblingsbuch aus der ICZ-Bibliothek. So entstand ein Querschnitt durch den Bestand, 500 Jahre Buchgeschichte sind repräsentiert. Eine Kooperation der Deutschen Nationalbibliothek und edition clandestin, Biel, Schweiz, unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main
  • Vortrag: "An allen Fronten. Die Kriegskorrespondentin Erika Mann". Ein Vortrag von Irmela von der Lühe (Berlin)
  • Buchpräsentation: "Zukunftsarchäologie: Eine Anthologie hebräischer Gedichte", mit einem Vortrag von Prof. Anat Feinberg: "Schillers Tell als jüdischer Visionär Deutsche Literatur im hebräischen Gewand". Eine Kooperation des Generalkonsulats des Staates Israel in München, der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, des Klostermann Verlags und der Deutschen Nationalbibliothek
  • Schenkung des Nachlasses Hildegard Feidel-Mertz
  • Schenkung des Splitternachlasses Felicia Fuss
  • Erwerbung des Splitternachlasses Yitzhak Sophonie Herz
  • Erwerbung des Nachlasses Hanna Kapit

2014: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Lesung: Eine Jahrhundertgestalt in neuem Licht: Wilhelm von Sternburg liest aus "Lion Feuchtwanger – Die Biografie". Anlässlich des 130. Geburtstags Lion Feuchtwangers
  • Veranstaltung: "Exil und Sprache" Podiumsgespräch mit Emine Sevgi Özdamar, Najem Wali und Stefan Weidner (Moderation)
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 19331945 im Rahmen von "DEUTSCH 3.0 – Debatten über Sprache und ihre Zukunft", einer Initiative des Goethe-Instituts
  • Veranstaltung: "Songs of Gastarbeiter Migration, Pop und Schlager in Deutschland. Imran Ayata und Klaus Walter im Gespräch." Präsentierte Songs der ersten Einwanderergeneration aus der Türkei.
    Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 19331945 der Deutschen Nationalbibliothek
  • Projektabschluss: Zeitzeugeninterviews mit exilierten Künstlerinnen und Künstlern: Im Rahmen der virtuellen Ausstellung "Künste im Exil" hat das Deutsche Exilarchiv 19331945 der Deutschen Nationalbibliothek gemeinsam mit dem Hörfunkjournalisten Jochanan Shelliem
    Zeitzeugeninterviews geführt und als Audio- beziehungsweise Videobeitrag produziert
  • 19. September: Preisverleihung durch Bundespräsident Joachim Gauck: "Exil Online" gewinnt den Wettbewerb "Kinder zum Olymp!". Das Kooperationsprojekt "Exil Online. Archiv erleben – Exil entdecken – Geschichte verstehen" zwischen der Frankfurter I.E. Lichtigfeldschule im Philanthropin und dem Deutschen Exilarchiv 19331945 der Deutschen Nationalbibliothek ist aus dem Wettbewerb "Kinder zum Olymp!" als Sieger in der Sparte "Literatur für die Klassen 5 bis 9" hervorgegangen
  • Lesung mit Jochen Nix im Rahmen der Ausstellung "…mehr vorwärts als rückwärts schauen…" : Das deutschsprachige Exil in Brasilien 19331945
  • Symposium: Kunst und Gesellschaft zwischen den Kulturen. Die Kunsthistorikerin Hanna Levy-Deinhard im Exil und ihre Aktualität heute
  • Erwerbung des Splitternachlasses Olga Katunal
  • Erwerbung des Splitternachlasses Irene Landry
  • Schenkung des Teilnachlasses Erna Meyer
  • Schenkung des Splitternachlasses Lilit Pavell
  • Schenkung des Teilnachlasses Frederick Polnauer

2014: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Vorstellung der Leipziger Ethnologen Eva und Julius Lips und der Themenpräsentation "Fotografen im Exil", anlässlich der Langen Nacht der Wissenschaften
  • Besuch ehemaliger Leipziger jüdischer Bürgerinnen und Bürger
  • Präsentation: "Ich bin das Auge des Regisseurs" / Ken Adam
  • Präsentation: Walter Trier. Illustrator und Emigrant
  • Präsentation: "Verfemte Musik" / Jazz und Swing im Nationalsozialismus
  • Präsentation: Georg Wittkowski

2013: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Buchvorstellung: Barbara und Stefan Weidle, Luis S. Krausz und Victor Hugo Klagsbrunn: "Kurt Klagsbrunn. Fotograf im Land der Zukunft"
  • Ausstellung: "…mehr vorwärts als rückwärts schauen…" : Das deutschsprachige Exil in Brasilien 1933–1945. Eine vom Deutschen Exilarchiv 19331945 in Kooperation mit Marlen Eckl erarbeitete Ausstellung. Als Veranstaltung des Deutschlandjahres in Brasilien 2013/2014 ist die Ausstellung ab dem 29. Oktober 2013 auch in der brasilianischen Nationalbibliothek in Rio de Janeiro und anschließend in weiteren Städten Brasiliens zu sehen
  • Publikation: Asmus, Sylvia [Hrsg.] ; Eckl, Marlen [Hrsg.]: "…mehr vorwärts als rückwärts schauen…" : Das deutschsprachige Exil in Brasilien 1933–1945. Berlin : Hentrich & Hentrich Verlag Berlin
  • Freischaltung der ersten Module von Künste im Exil
  • Buchvorstellung: Muse des Exils – Das Leben der Malerin Eva Herrmann
  • Lesung mit dem Autor Manfred Flügge
  • Vortrag: Sylvia Asmus: Literatur des Exils – von der fortwährenden Suche nach zerstörten Erinnerungen
  • Erwerbung des Nachlasses Fred Jordan
  • Schenkung des Nachlasses Ernst Bresslau
  • Erwerbung des Nachlasses Hans Bruch
  • Schenkung der Arbeitsbibliothek Hans Stern

2013: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Wiedereröffnung des Lesesaals der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek
  • Abschluss der Restaurierung von rund 1.000 Flugblättern
  • Lesung: Helmut Weisenborn. Mit Anna Nyburg und Günther Wicke

2012: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankurt am Main

  • Das Deutsche Exilarchiv 19331945 erhält die Federführung für die virtuelle, kooperative Ausstellung und das Netzwerk Künste im Exil. Der Kulturstaatsminister stellt für den Aufbau der Infrastruktur der virtuellen Ausstellung 745.000 Euro zur Verfügung.
  • Tagung: Internationale Joseph Roth Gesellschaft in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 19331945
  • Ausstellung "So wurde ihnen die Flucht zur Heimat." Soma Morgenstern und Joseph Roth. Eine Freundschaft. Eine Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 19331945. Kurartiert von Victoria Lunzer-Talos und Heinz Lunzer.
    Unterstützt von Stiftung Flughafen Frankfurt/Main und Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
  • Begleitveranstaltung: Zeitkapsel: Tarabas Joseph Roth und sein erster Exilroman
  • Begleitveranstaltung: Wilhelm von Sternburg: Joseph Roth
  • Buchvorstellung: Wolfgang Benz: "Deutsche Juden im 20. Jahrhundert"
  • Chanson-Text-Collage: Evelin Förster: Erinnerung an die beiden Künstlerinnen Hilde Loewe-Flatter und Ruth Feiner
  • Publikation: Höllriegel, Arnold: Amerika-Bilderbuch / Hrsg. von Michael Grisko im Auftrag des Deutschen Exilarchivs 19331945 – Göttingen : Wallstein
  • Ausstellung "Fremd bin ich den Menschen dort". Ein Blick in die Sammlungen des Deutschen Exilarchivs 19331945 und des Deutschen Literaturarchivs Marbach unter der Schirmherrschaft von Herta Müller
  • Gespräch: Jürgen Serke und Volker Weidermann: Die verbrannten Bücher
  • Erwerbung des Teilvorlasses Ernest Glaser
  • Erwerbung der Sammlung Eva Herrmann
  • Erwerbung des Nachlasses Hermann Kurtzig
  • Erwerbung des Archivs Günter P. Straschek
  • Schenkung des Archivs der Familie Langenbach
  • Erwerbung des Nachlasses Maria Schacko
  • Schenkung des Nachlasses Richard Stern

2012: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Beginn der Digitalisierung der Exilmonografien
  • Besuch ehemaliger Leipziger jüdischer Bürgerinnen und Bürger

2011: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Podiumsdiskussion "Formen des Erinnerns" mit Sylvia Asmus, Ruth Klüger, Edita Koch, Herta Müller, Jochanan Shelliem, Volker Weidemann
  • Erste Tagung der Golo Mann Gesellschaft
  • Veranstaltung: Inge Jens: Begegnungen mit Golo Mann
  • Präsentation der Ausstellung "Golo Mann. Die Geschichte". Eine Ausstellung des Buddenbrookhauses Lübeck in Kooperation mit dem Literaturhaus München
  • Erwerbung des Nachlasses Leon Hirsch
  • Erwerbung des Teilnachlasses Fritz Picard
  • Erwerbung des Nachlasses Heinz Liepman
  • Sylvia Asmus übernimmt die Leitung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945

2010: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Rudolf Olden. Journalist gegen Hitler Anwalt der Republik"
  • " ... ein sehr lebhaftes Vielerlei. Der Theatermann und Schriftsteller Rudolf Frank". Eine Ausstellung von Wilfried Weinke in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 19331945 der Deutschen Nationalbibliothek
  • Erwerbung des Teilnachlasses David Luschnat

2010: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Präsentation: "Florence Homolka. Eine Fotografin im Exil"
  • Präsentation: "Flugblätter aus dem 2. Weltkrieg"
  • Präsentation: "Kinderbücher im Exil"
  • Besuch ehemaliger Leipziger jüdischer Bürgerinnen und Bürger

2009: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Hans Weil
  • Erwerbung des Nachlasses von Anja Lundholm

2009: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Beginn der Restaurierung von rund 1.000 Flugblättern

2008: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Hans G. Güterbock
  • Erwerbung des Vorlasses John G. Stoessinger

2008: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Buchpräsentation: Volker Weidermann: "Das Buch der verbrannten Bücher"
  • Lesung: Armin Strohmeyer liest aus: "Verlorene Generation dreißig vergessene Dichterinnen und Dichter des 'anderen Deutschland'"
  • Präsentation am Messestand der Deutschen Nationalbibliothek: "Die anderen Reclam-Hefte. Tarnschriften"
  • Präsentation: "Sammel-Leidenschaft. Der Illustrator und Spielzeugsammler Walter Trier"
  • Besuch ehemaliger Leipziger jüdischer Bürgerinnen und Bürger

2007: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Sigmund Neumann
  • Ausstellung "Kurt Wolff ein Literat und Gentleman". Kooperationsprojekt des August Macke Hauses, Bonn, des Literaturhauses in Wien und der Deutschen Nationalbibliothek

2007: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Lesung: Lenka Reinerova liest aus ihrer Autobiografie "Das Geheimnis der letzten Minuten"
  • Präsentation: "Fotografen im Exil"
  • Lesung: Ilka Schneidgen liest aus ihrem Werk "Dichterin des Dennoch: Hilde Domin"

2006: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Die Kinder der Manns Ansichten einer Familie". Gemeinschaftsprojekt der Monacensia München, des Buddenbrookhauses Lübeck und des Literaturhauses München
  • Archivalienkatalog des Deutschen Exilarchivs 19331945 wird freigeschaltet

2005: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • "Biografien und Autobiografien von Exilanten und Emigranten". Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V.
  • Ausstellung "Meinem besten Porträtisten Porträtfotografien und -zeichnungen aus den Beständen des Deutschen Exilarchivs 19331945"

2005: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Lesung: Christian Buckard: "Ein extremes Leben. Arthur Koestler 19051983"
  • Veranstaltung: Vorstellung der Ergebnisse beim Zweiten Hannoverschen Symposium "Jüdischer Buchbesitz als Raubgut"
  • 13. Tagung der Gesellschaft für Exilforschung e. V. / AG "Frauen im Exil": "Als Kind verfolgt. Anne Frank und die anderen"
  • Präsentation der Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 19331945 "Buchgestaltung im Exil"

2004: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Beginn des Digitalisierungsprojekts "Jüdische Periodika in NS-Deutschland" (mit Unterstützung der , Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG)

2003: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Bestandskatalog "Deutsches Exilarchiv 19331945 und Sammlung Exil-Literatur 19331945: Katalog der Bücher und Broschüren. Zugleich Bd. 2 von Deutsches Exilarchiv 19331945: Katalog der Bücher und Broschüren (1989)" (Erwerbungsjahre 1986 1995)
  • Ausstellung "Buchgestaltung im Exil 19331950"; Erwerbung des Nachlasses Eric Schaal (mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG und der Thyssen-Stiftung)

2002: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Deutschsprachige Schriftsteller im Schweizer Exil 19331950"

2001: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Archivs Alfredo Cahn (zum Teil als Dauerleihgabe der Adolf und Luisa Haeuser-Stiftung für Kunst und Kulturpflege, Frankfurt am Main)

2001: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Die Ausstellung "Kinder- und Jugendliteratur im Exil" wird in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main und in der Stadtbibliothek Wuppertal gezeigt;
    Präsentation anlässlich des 100. Geburtstags von Ödön von Horvath

1999: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "... er teilte mit uns allen das Exil. Goethebilder der deutschsprachigen Emigration 19331945"

1998: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Beginn des Digitalisierungsprojekts "Exilpresse digital" (bis 2003 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG); Erwerbung des Nachlasses Ossip K. Flechtheim

1998: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Präsentation "'Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen'. Bertolt Brecht im Exil 19331948"

1997: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Jahrestagung der Gesellschaft für Exilforschung e.V.

1996: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Beginn der Zusammenarbeit mit John M. Spalek, Albany, zur Erwerbung von Nachlässen deutschsprachiger Emigranten in den USA (mit Unterstützung der u. a. der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG, bisher rund 50 Nachlässe und Teilnachlässe, darunter die Nachlässe Hermann Borchardt, Iwan Heilbut, Ernst Moritz Manasse, Joseph Maier, Soma Morgenstern und das Archiv des "Aufbau")

1995: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Richard A. Bermann alias Arnold Höllriegel. Österreicher Demokrat Weltbürger"

1995: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Ausstellung und Katalog "Kinder- und Jugendliteratur im Exil"

1993: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Deutsche Intellektuelle im Exil. Ihre Akademie und die 'American Guild for German Cultural Freedom'"; sie wird anschließend an zahlreichen weiteren Orten gezeigt, u. a. im Thüringischen Landtag, Erfurt, und im Hessischen Landtag, Wiesbaden

1992: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Hermann M. Görgen

1991: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung der Nachlässe Fritz Neumark und Paul Leser

1990: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Seit Zusammenführung der Deutschen Bücherei Leipzig und der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main zu der Bundesanstalt Die Deutsche Bibliothek durch den Einigungsvertrag enge Zusammenarbeit der beiden Exilsammlungen.

1989: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Bestandskatalog "Deutsches Exilarchiv 19331945: Katalog der Bücher und Broschüren" (für die Erwerbungen bis einschließlich 1985)
  • Ausstellung "Leo Perutz 18821957"
  • Erwerbung des Nachlasses Margarete Buber-Neumann

1988: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Beginn des Projekts "Inventar zu den Nachlässen emigrierter deutschsprachiger Wissenschaftler in Archiven und Bibliotheken der Bundesrepublik Deutschland" unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, DFG

1988: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Ein Teilnachlass von Professorin Eva Lips wird der Sammlung Exil-Literatur testamentarisch vermacht

1987: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Walter Fabian

1987: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Einrichtung eines eigenen Sachgebietes "Sammlung Exil-Literatur" in der Abteilung Erwerbung

1986: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Nachlasses Leo Perutz

1985: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Die jüdische Emigration aus Deutschland 19331941. Die Geschichte einer Austreibung"; sie wird anschließend an mehr als 20 weiteren Orten gezeigt, u. a. im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und als Tafelausstellung auch in Jerusalem und Tel Aviv

1984: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Brita Eckert übernimmt die Leitung des Deutschen Exilarchivs 19331945
  • Ausstellung "35 Jahre Exilliteratur 19331945 in der Deutschen Bibliothek Frankfurt am Main" zum Abschied von Werner Berthold

1980: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Der deutsche PEN-Club im Exil 19331948", zunächst auf dem PEN-Kongress in Bremen, später in Bonn, Frankfurt am Main und zahlreichen anderen Orten, auch als Tafelausstellung
  • Erwerbung des Nachlasses Karl Retzlaw

1979: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Ausstellung "Joseph Roth 18941939"

1975: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Archivs des Deutschen PEN-Clubs im Exil (19331940) und des Nachlasses Wilhelm Sternfeld

1973: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Archivs des Emergency Rescue Committee, New York

1970: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung des Archivs der Deutschen Akademie im Exil / American Guild for German Cultural Freedom von Hubertus Prinz zu Löwenstein als Grundstock der Archivalien-Sammlung

1969: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Das Bundesgesetz über die Deutsche Bibliothek, das auch die Sammlung und bibliografische Verzeichnung der Exilliteratur 19331945 festschreibt, ermöglicht den personellen und inhaltlichen Ausbau der Sammlung
  • Die Deutsche Forschungsgemeinschaft beginnt mit der Förderung der Exilforschung
  • An allen Projekten zur Sicherstellung und Dokumentation der Quellen ist die Deutsche Bibliothek beteiligt

1965: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Am 28. Mai eröffnet der hessische Kultusminister Ernst Schütte die Ausstellung "Exil-Literatur 19331945"; Sie wird von 1966 bis 1970 an mehr als 20 Orten des In- und Auslands gezeigt. Ausstellung und Katalog tragen in der Bundesrepublik wesentlich dazu bei, die Erforschung des deutschsprachigen Exils 19331945 anzuregen

1960: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Beginn systematischer bibliografischer Ermittlung von Werken der Exilliteratur, Aufbau einer Arbeitskartei mit biografischen und bibliografischen Daten; Erwerbung fehlender Publikationen vorwiegend im internationalen Antiquariatsbuchhandel

1958: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Werner Berthold übernimmt die Leitung der Exilsammlung und baut sie aus

1953: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Erwerbung der "Sammlung Walter A. Berendsohn" (mit dem ersten Archivalien-Bestand, der etwa 2.000 Briefe umfassenden Korrespondenz Berendsohns zur Erarbeitung der ersten Literaturgeschichte des Exils)

1950: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Die ersten Bücher der "Emigrantenbibliothek" treffen als Geschenke der Emigranten ein

1949: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • "Deutsche Nationalbibliographie: Ergänzung I Verzeichnis der Schriften, die 19331945 nicht angezeigt werden durften" mit 5.485 Eintragungen

1948: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 in Frankfurt am Main

  • Der Plan zur Gründung einer "Bibliothek der Emigrationsliteratur" entsteht im Sommer in Zürich bei einem Treffen von Hanns Wilhelm Eppelsheimer mit Vorstandsmitgliedern des Schutzverbands Deutscher Schriftsteller in der Schweiz (Walter Fabian, Jo Mihaly, Kurt Hirschfeld u. a.); daraufhin fordert der Schutzverband 1949 seine Mitglieder und Freunde dazu auf, ihre im Exil veröffentlichten Werke für die geplante Sammlung zur Verfügung zu stellen.

1947: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • "Bücher der Emigration" - erste Ausstellung der Deutschen Bücherei nach Kriegsende

1933–1945: Sammlung Exil-Literatur 1933–1945 in Leipzig

  • Die Deutsche Bücherei, die bis dahin zum Reichsministerium des Innern gehört, wird 1933 dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unterstellt. Dienststellen der NSDAP halten Einzug, um die Maßnahmen zur kulturellen und geistigen Gleichschaltung zu überwachen. Schriften von exilierten Autorinnen und Autoren werden im Rahmen des allgemeinen Sammelgebietes in die Sammlung aufgenommen, ab dem 12. Oktober 1936 wird die nationalbibliografische Anzeige dieser Werke verboten, ab 1939 erfolgt die Erfassung in regelmäßig erscheinenden "Listen der in der Deutschen Bücherei unter Verschluss gestellten Druckschriften".

Letzte Änderung: 10.04.2019

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