Mediengeschichte des Protests #5: Subversive Klänge? Musik als Medium von politischem Protest
Veranstaltung
Foto: Andrew Meakovsky, Oleg Matsekh and Marikiyan Matsekh
Beginn 22.01.2026, 14:30 Uhr
Ende 23.01.2026, 13:15 Uhr
Wo Leipzig
Die Tagung „Subversive Klänge“ widmet sich historischen und zeitgenössischen Beispielen musikalischen Protests und zeigt, wie Klang zum Medium politischer Artikulation werden kann.
An zwei Tagen präsentieren die Vortragenden ihre aktuellen Arbeiten zu musikalischen Strategien des Widerstands: von szenischer Kammermusik in der DDR über Free Jazz, Punk und New Wave, kirchenmusikalische Praktiken im Sozialismus bis hin zu jüdischer Musik im Stalinismus, Umgehung von politischer Zensur im 19. Jahrhundert oder widerständigen Kompositionen im „Dritten Reich“ und im Exil.
Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publikum mit Interesse an Musik, Politik und Zeitgeschichte.
Eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen Buch- und Schriftmuseums, des Deutschen Musikarchivs und des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig.
Organisation: Linus Hartmann-Enke, Stefan Keym und Ruprecht Langer
Programm
22. Januar 2026
14:30–14:50 Uhr
Begrüßung und einführende Worte
14:50–15:30 Uhr
Katrin Stöck (Theater Nordhausen / Loh-Orchester Sondershausen GmbH): Szenische Kammermusik in der DDR: Intention und Wirkung. Am Beispiel von Friedrich Schenkers Kammerspiel II „Missa nigra“.
15:30–16:10 Uhr
Maria Ekert (Universität Leipzig): Resistenz, Persistenz, Resilienz: Zur Kirchenmusik in der DDR.
16:10–16:30 Uhr
Pause
16:30–17:10 Uhr
Claudia Helmert (Universität Leipzig): Klang des Protests?! (Free) Jazz in der DDR.
17:10–17:50 Uhr
Florian Lipp (Universität Hamburg): „Aus den Wildschweinen werden Haussäue“ – Punk und New Wave in der DDR zwischen Repression und Förderung.
23. Januar 2026
9:00–9:40 Uhr
Wolfgang Fuhrmann (Universität Leipzig): „Die Freiheit war gekommen, und wir hatten – kein Lied.“ Der März 1848 im Habsburgerreich.
9:40–10:20 Uhr
Stefan Keym (Universität Leipzig): „Unter Blumen eingesenkte Kanonen“? Instrumentalmusik als Medium politisch subversiver Botschaften im 19. und 20. Jahrhundert.
10:20–11:00 Uhr
Jascha Nemtsov (HfM Weimar): Jüdische Musik im Stalinismus.
11:00–11:20
Pause
11:20–12:00 Uhr
Friedrich Geiger (HfM München): Musikalischer Widerstand im „Dritten Reich“ und im Exil.
12:00–12:40 Uhr
Yvonne Wasserloos (Universität Mozarteum Salzburg): „Wölfe im Schafspelz“. Subversion durch Kulturkaperung und Reframing.
12:40–13:15 Uhr
Abschlussdiskussion
Information und Kontakt
Veranstaltungsort: Vortragsraum, Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig
Kosten: Eintritt frei
Anmeldung: Keine Anmeldung erforderlich.
Garderobeninfo: Bitte schließen Sie Ihre Taschen und Rucksäcke in die Schließfächer ein.
Barrierefreiheit: Die Räumlichkeiten, in denen die Veranstaltung stattfindet, sind rollstuhlgerecht zugänglich.
Kontakt: veranstaltungen@dnb.de
Adresse und Anfahrt
Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1
04103 Leipzig
Anfahrtsbeschreibung
Wir empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
1 / Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Mit dem Zug
Vom Hauptbahnhof eine der S-Bahnen Richtung Süden nehmen: S1 oder S2 Richtung Stötteritz, S3 Richtung Wurzen/Oschatz, S 4 Richtung Markkleeberg-Gaschwitz, S5/S5X Richtung Zwickau oder S6 Richtung Geithain. An der Station „Leipzig MDR“ aussteigen (Fahrzeit etwa 7 Minuten). Den Ausgang „Semmelweisstraße“ nehmen, dann rechts ca. 800 m bis zur Kreuzung „Straße des 18. Oktober“.
Oder vom Hauptbahnhof (Vorplatz) mit der Straßenbahnlinie 16, Gleis 2, Richtung Lößnig bis zur Haltestelle „Deutsche Nationalbibliothek“. Fahrzeit etwa 11 Minuten.
Mit dem Flugzeug
Vom Flughafen Leipzig/Halle mit der S-Bahn S5/S5X Richtung Zwickau. Fahrtzeit etwa 30 Minuten bis zur Haltestelle „Leipzig MDR“. Ausgang Semmelweisstraße, dann rechts ca. 800 m bis zur Kreuzung „Straße des 18. Oktober“.
2 / Mit dem Fahrrad
In Leipzig ist die Deutsche Nationalbibliothek sehr gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Sowohl über die Straße des 18. Oktobers, über die Semmelweißstraße, als auch über die Philipp-Rosenthal-Straße ist die DNB über Fahrradwege zu erreichen. Vor dem Haupteingang der DNB verläuft eine Fahrradstraße. Entlang dieser und am Haupteingang des Deutschen Buch- und Schriftmuseums stehen zahlreiche Abstellmöglichkeiten zur Verfügung. Die Fahrradständer vor dem Museum sind überdacht.
Zusätzlich zur Fahrradstraße erreichen Sie die Abstellmöglichkeiten über einen Durchgang von der Kreuzung Semmelweißstraße/Philipp-Rosenthal-Straße aus über den Turmhof der DNB.
3 / Mit dem Pkw
Von Norden kommend
A9 bis Schkeuditzer Kreuz, dort auf die A14 Richtung Dresden bis Ausfahrt Leipzig-Mitte; weiter auf der B2 Richtung Leipzig-Mitte bis zur Kreuzung Prager Straße/Semmelweisstrasse (Ausschilderung Deutsche Nationalbibliothek).
Aus Süden und Osten kommend
A9 beziehungsweise A14, wechseln auf die A38 bis Ausfahrt Leipzig-Süd; weiter auf der B2 bis zur Ausfahrt Südvorstadt; rechts auf die Kurt-Eisner-Straße bis zur Deutschen Nationalbibliothek.
4 / Barrierefreiheit
Die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig verfügt über Behindertenparkplätze direkt vor dem Gebäude. Der Eingang für behinderte Benutzerinnen und Benutzer ist ausgewiesen. Die Lesesäle sowie die Cafeteria können über Aufzüge erreicht werden.
Letzte Änderung:
10.12.2025
Kurz-URL:
https://www.dnb.de/musiksymposium